Philosophie Lexikon der Argumente

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Belege: Beweise für die Existenz und das Verhalten von Gegenständen oder die Wahrheit von Aussagen. Belege können direkt oder indirekt sein. Siehe auch Beweise, Theorie, Tatsache.

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Anmerkung: Die obigen Begriffscharakterisierungen verstehen sich weder als Definitionen noch als erschöpfende Problemdarstellungen. Sie sollen lediglich den Zugang zu den unten angefügten Quellen erleichtern. - Lexikon der Argumente.

 
Autor/Titel Begriff Zusammenfassung Metadaten

Charles Darwin über Belege – Lexikon der Argumente

Gould I 189
Belege/Evidence/Darwin/Gould: Darwin vertrat die Ansicht, dass die Fossilfunde außerordentlich lückenhaft waren.
Die Geschichte der meisten Fossilarten umfasst zwei Merkmale, die sich besonders schwer mit der Theorie einer allmählichen Veränderung vereinbaren lassen.
I 191
Bei der "sympatrischen" Speziation treten neue Formen innerhalb des Verbreitungsgebiets der bisherigen Form auf.
Anders sieht es an der Peripherie aus: hier isolierte kleine Populationen sind sehr viel stärker dem Selektionsdruck ausgesetzt, weil die Peripherie die Grenze der ökologischen Toleranz der bisherigen Lebewesen markiert.
Frage: Was sollten Fossilfunden enthalten, wenn der größte Teil der Evolution sich in kleinen Randgruppen vollzieht?
I 210
Belege/Methode/Gould: Ereignisse, die nach der überlieferten Weisheit nicht eintreten "können" werden nur selten aufgrund von gesammeltem Beweismaterial anerkannt, sie setzen zu ihrer Erklärung einen Mechanismus voraus, nachdem sie eintreten können. Die empirischen Belege von damals erscheinen uns heute plausibel, damals waren sie es nicht, weil keine annehmbare Kraft benannt werden konnte, die in der Lage gewesen wäre, ((s) z.B.) ganze Kontinente zu bewegen.
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Gould IV 33
Belege/Darwin/Gould : Darwin schrieb »Die Abstammung des Menschen« 1871. Zu der Zeit gab es noch keine Fossilien, außer dem Neandertaler, der eine Rasse unserer eigenen Art ist, also weder ein Vorfahr noch etwa ein »missing link«.
Gould IV 35
Erklärung/Belege/Wissenschaft/Darwin/Gould: woher wissen wir, dass die Evolution die Welt steuert und nicht irgendein anderes Prinzip? Darwins Antwort war paradox. Er suchte nicht nach Perfektion, sondern nach Ungereimtheiten!
Es gibt Strukturen und Verhaltensweisen, die zwar die sinnvolle Gestalt eines Organismus gefährden, schließlich aber doch den Erfolg derart sichern. Sie steigern die produktive Tüchtigkeit. Bsp die Schwanzfedern der Pfauen und die Geweihe der Elche. Sie schwächen sogar die Art, sichern aber dennoch die Weitergabe der Gene.
Das kann nur durch Darwin erklärt werden: zusätzlich zur Adaption: die sexuelle Selektion.
IV 36
Sexuelle Selektion: Wettbewerb der Männchen unter einander oder Wahl durch die Weibchen. So treibt der Existenzkampf der Individuen die Evolution voran! Sie muss außergewöhnlich wirksam sein, sie ist häufig in der Lage, andere Ausstattungsvorteile und Entwicklungen zu überwinden.


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Zeichenerklärung: Römische Ziffern geben die Quelle an, arabische Ziffern die Seitenzahl. Die entsprechenden Titel sind rechts unter Metadaten angegeben. ((s)…): Kommentar des Einsenders. Übersetzungen: Lexikon der Argumente
Der Hinweis [Autor1]Vs[Autor2] bzw. [Autor]Vs[Begriff] ist eine Hinzufügung des Lexikons der Argumente.

Gould I
Stephen Jay Gould
Der Daumen des Panda Frankfurt 2009

Gould II
Stephen Jay Gould
Wie das Zebra zu seinen Streifen kommt Frankfurt 1991

Gould III
Stephen Jay Gould
Illusion Fortschritt Frankfurt 2004

Gould IV
Stephen Jay Gould
Das Lächeln des Flamingos Basel 1989

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