Philosophie Lexikon der Argumente

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Holismus: Der Holismus ist die Annahme, dass die Gegenstände bzw. der Gegenstandsbereich einer Theorie nur bei einer gleichzeitigen Verfügbarkeit aller Elemente bzw. Gegenstände dieses Bereichs überhaupt zugänglich sind. Außerdem wird angenommen, dass eine Änderung eines Elements bzw. Gegenstands Änderungen an allen anderen Gegenständen zumindest nicht ausschließt. Die Aussage „Alles hängt mit allem zusammen“ ist allerdings eine falsche Charakterisierung des Holismus, da sie von Totalitäten statt von Elementen ausgeht. Richtiger wäre es zu sagen, jedes Ding hängt von wenigstens einem anderen Ding bzw. seiner Beschaffenheit ab. Siehe auch Reduktionismus, Totalität, Abhängigkeit, Kausale Abhängigkeit, Ontologische Abhängigkeit.
 
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Fodor I 131
Holismus/Devitt: irreduzierbar funktionale und daher vielleicht holistische Begriffe sind in den nichtintentionalen Wissenschaften gang und gäbe.
Frage/Devitt: warum sollten Psychologen sich darum scheren, wenn Glauben sich als holistisch herausstellt?
Fodor/Lepore: Antwort: man kann einen Funktionalismus von X haben, ohne über eine Definition von X zu verfügen! Bsp man kann eine metaphysische Doktrin über die Supervenienzbasis von X haben.

Devi I
M. Devitt
Realism and Truth Princeton 1996

F/L
J. Fodor/E. Lepore
Holism Cambridge USA Oxford UK 1992

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Hg. Martin Schulz, Abfragedatum 24.05.2017