Philosophie Lexikon der Argumente

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Falsifikation: Experimentelle oder logische Widerlegung einer allgemeinen oder speziellen Aussage. Je nach Art der Aussage gibt es Unterschiede in Bezug darauf, ob ein einziges Gegenbeispiel hinreichend zur Falsifikation ist, oder ein bestimmtes Verhältnis von positiven und negativen Fällen ausschlaggebend ist. Siehe auch Verifikation, Verifikationismus, Bestätigung, Bayesianismus, Wahrscheinlichkeit, Überprüfung, Hypothesen, Theorien.
 
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I 74
Einstein/Popper/Feigl: FeyerabendVsPopper: Popper und Feigl haben versucht, aus Einstein einen naiven Falsifikationisten zu machen. In Wirklichkeit stellt Einstein "die Vernunft der Sache“ über die „Verifikation durch kleine Effekte". "…wenn überhaupt keine Lichtablenkung oder Perihelbewegung bekannt wären, wäre die Theorie doch überzeugend, weil sie das Inertialsystem vermeidet."
I 236
Falsifikation/FeyerabendVsPopper: dass neue Beobachtungen alte widerlegten und so den Aufbau einer neuen Astronomie erzwangen ist sicher nicht richtig für Kopernikus. Ein so komplexer Prozess wie die "kopernikanischen Revolution" ist nicht auf ein einziges Prinzip zurückzuführen.
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II 15
Theorie/Feyerabend: bestätigte Theorien werden nicht so sehr durch Experimente widerlegt, wie durch widersprechende andere Theorien.
II 77ff
Falsifizierbarkeit/FeyerabendVsPopper: das Kriterium verliert seinen Sinn in einer Welt, in der Ideen fest mit dem entsprechenden Sachverhalten verbunden sind. Hier tritt die Stabilität der so ausgezeichneten Resultate (in einem festen Rahmen) an die Stelle ihrer Falsifizierbarkeit.

Fe I
P. Feyerabend
Wider den Methodenzwang Frankfurt 1997

Fe II
P. Feyerabend
Erkenntnis für freie Menschen Frankfurt 1979

> Gegenargumente gegen Feyerabend



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Hg. Martin Schulz, Abfragedatum 23.05.2017