Philosophie Lexikon der Argumente

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Raumzeit, Philosophie: Ein dreidimensionaler Raum mit der Zeit als vierter Dimension. Dass die Zeit als Dimension aufgefasst wird, unterscheidet die Raumzeit von mehrdimensionalen mathematischen Räumen, in denen die Zeit keine Rolle spielt und die daher anders strukturiert sind. Insbesondere hat die Raumzeit kein Maß, das gleichermaßen für räumliche Abstände wie für Zeitmessungen herangezogen werden kann. Siehe auch Relativitätstheorie, Vierdimensionalismus, Weltlinien.

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Anmerkung: Die obigen Begriffscharakterisierungen verstehen sich weder als Definitionen noch als erschöpfende Problemdarstellungen. Sie sollen lediglich den Zugang zu den unten angefügten Quellen erleichtern. - Lexikon der Argumente.

 
Autor/Titel Begriff Zusammenfassung Metadaten

 
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I 245
Raumzeit/Relativitätstheorie/Feynman: Man könnte sagen, dass eine gegebene "Tiefe" eine "Mischung" aller Tiefen und Breiten ist.
Wenn es unmöglich wäre, dass wir uns jemals bewegen, dann würden wir immer die "wahre" Breite sehen.
I 246
Könnten wir die Lorentz Transformation nicht auf die gleiche Weise betrachten? Wir haben hier ebenfalls eine Mischung von Positionen und der Zeit.
Ein Unterschied zwischen einer Raummessung und einer Zeitmessung erzeugt eine neue Raummessung.
Mit anderen Worten: in die Raummessung eines Mannes ist ein wenig von der Zeit hineingemixt, wie sie von dem anderen beobachtet wird.
Ontologie/Feynman: die "Realität" eines Objektes ist ein wenig größer (grob und intuitiv gesprochen) als seine "Breite" und "Tiefe", weil diese davon abhängen, wie wir es betrachten.
Relativitätstheorie: unser Gehirn hat niemals Erfahrungen mit Geschwindigkeit nahe c gemacht, so dass wir keine Erfahrung integrieren konnten, von der Art, dass Zeit und Raum von gleicher Art sind.
Es ist, als ob wir immer in einer Position feststehen und uns nicht in die andere Richtung drehen können. Wenn wir es könnten, würden wir ein wenig von des anderen Mannes Zeit sehen. Wir würden ein wenig "zurück" sehen.
Raum Zeit/Feynman: in einer Welt in der Raum und Zeit "gemischt" sind (das ist tatsächlich unsere Welt, nahe Lichtgeschwindigkeit gesehen), entsprechen Objekte eher einer Art "Klecks", aus verschiedenen Perspektiven betrachtet, wenn wir uns mit verschiedenen Geschwindigkeit bewegen.
Def Ereignis/Feynman: ein Punkt (x, y, z, t) in der Raum Zeit.
I 247
Auch Licht würde, da es sich bewegt, als geneigte Linie dargestellt.
Man sollte erwarten, dass man hier ein neues, gedrehtes Achsenpaar nehmen müsste. (?).
Aber das ist falsch, weil Gl. (17.1) in Wirklichkeit nicht genau die gleiche mathematische Transformation ist wie Gl. (17.2). (Unterschied der Vorzeichen, sin und cos sind nicht genaue Entsprechungen der algebraischen Ausdrücke).
Dennoch sind beide Ausdrücke einander sehr ähnlich.
Geometrie/Relativitätstheorie/Feynman: wegen dieses Vorzeichenwechsels ist es nicht möglich, sich Raum Zeit als eine reelle, normale Geometrie vorzustellen.
Koordinatensystem: ein bewegter Mann muss einen neuen Satz von Achsen verwenden, die gleichmäßig gegen den Lichtstrahl geneigt sind.((s) Der rechte Winkel der Achsen wird verkleinert).
I 249
Raum/Raum Zeit/Feynman: Unterschied zwischen normalem Raum und der Raum Zeit: interessante Beziehung zwischen Entfernung und "Intervall":
Bsp Dann würde für einen Punkt, der die Zeit Null hätte, und nur Raum besäße, das Quadrat des Intervalls negativ sein, wir hätten ein imaginäres Intervall.

Intervall/Relativitätstheorie/Feynman: Intervalle (anders als Entfernungen) können reell oder imaginär sein. Das Quadrat eines Intervalls kann dann entweder positiv oder negativ sein.

Entfernung/Relativitätstheorie/Feynman: besitzt immer ein positives Quadrat.

Def raumartiges Intervall/raumartig/Relativitätstheorie/Feynman: wenn das Intervall zwischen zwei Punkten imaginär ist, sind die beiden Punkte raumartig. Das Intervall ist mehr wie der Raum als wie die Zeit. Das Quadrat des Intervalls ist negativ.

Def zeitartiges Intervall/zeitartig/Relativitätstheorie/Feynman: wenn zwei Objekte am gleichen Ort sind und nur in der Zeit verschieden sind, dann ist das Quadrat der Zeit positiv, die Entfernungen sind Null und das Quadrat des Intervalls ist positiv.


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Zeichenerklärung: Römische Ziffern geben die Quelle an, arabische Ziffern die Seitenzahl. Die entsprechenden Titel sind rechts unter Metadaten angegeben. ((s)…): Kommentar des Einsenders.

Fey
R. Feynman
Vom Wesen physikalischer Gesetze München 1993

Fey I
R. Feynman
Vorlesungen über Physik I München 2001

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Hg. Martin Schulz, Abfragedatum 18.11.2017