Philosophie Lexikon der Argumente

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Wahrscheinlichkeit, Philosophie: Wenn von Wahrscheinlichkeit die Rede ist, geht es um das mehr oder weniger sichere Zutreffen von Aussagen, die den Verlauf von Prozessen und ihr Ergebnis beschreiben, nicht um Eigenschaften von Gegenständen. Siehe auch Subjektive Wahrscheinlichkeit, Objektive Wahrscheinlichkeit, Wahrscheinlichkeitsfunktion, Wahrscheinlichkeitsverteilung, Bayesianismus, Chance, Wahrscheinlichkeitskonditional, Relative Häufigkeit.

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Anmerkung: Die obigen Begriffscharakterisierungen verstehen sich weder als Definitionen noch als erschöpfende Problemdarstellungen. Sie sollen lediglich den Zugang zu den unten angefügten Quellen erleichtern. - Lexikon der Argumente.
 
Autor/Titel Begriff Exzerpt Metadaten

 
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I 86
Def Wahrscheinlichkeit/Wschk/Feynman: eines besonderen Resultates einer Beobachtung: unsere Abschätzung des wahrscheinlichsten Bruchteils einer Anzahl von wiederholten Beobachtungen, der das besondere Resultat ergibt.
I 87
P(A) = NA/N.

(s) NA: gewünschte N: alle

Wahrscheinlichkeit/Feynman: absurd: Bsp welche Wahrscheinlichkeit besteht, dass ein Geist in diesem Haus ist? Hier gibt es gar keine Wiederholung.
N und NA stellen keine Zahlen dar, die auf tatsächlichen Beobachtungen basieren.
NA ist unsere beste Abschätzung, was geschehen würde.
Also ist Wahrscheinlichkeit abhängig von unserer Kenntnis und gesundem Menschenverstand.
Wahrscheinlichkeiten ändern sich, wenn sich unser Wissen ändert.

I 551
Wahrscheinlichkeit/Feynman: es existiert natürlich keine Wahrscheinlichkeit, dass Gasatome in eine bestimmte Richtung laufen, weil eine bestimmte Richtung zu exakt ist. Folglich müssen wir von einer Einheits "Größe" sprechen:
Durch eine beliebige Fläche gehen genauso viele Moleküle hindurch wie durch irgendeine andere gleich große Fläche auf der Kugel.


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Zeichenerklärung: Römische Ziffern geben die Quelle an, arabische Ziffern die Seitenzahl. Die entsprechenden Titel sind rechts unter Metadaten angegeben. ((s)…): Kommentar des Einsenders.

Fey
R. Feynman
Vom Wesen physikalischer Gesetze München 1993

Fey I
R. Feynman
Vorlesungen über Physik I München 2001

> Gegenargumente gegen Feynman



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Hg. Martin Schulz, Abfragedatum 28.06.2017