Philosophie Lexikon der Argumente

 
Ordnung, Philosophie: Die Aufteilung eines Gegenstandsbereichs durch Unterscheidungen bzw. die Hervorhebung bestimmter Unterschiede gegenüber anderen Unterschieden. Die resultierende Ordnung kann ein- oder mehrdimensional, also linear oder räumlich beschaffen sein. Beispiele sind Stammbäume, Lexika, Listen, Alphabete, Es kann sein, dass eine Ordnung bestimmte Merkmale erst sichtbar macht, z.B. Höhenlinien. Ordnungsräume können mehr als dreidimensional sein, z.B. bei der Zuschreibung von Temperaturen an farblich bestimmte Gegenstände. Siehe auch Conceptual Space, Hierarchien, Unterscheidbarkeit, Ununterscheidbarkeit, Stratifizierung, Identifikation, Individuation, Spezifikation.

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Anmerkung: Die obigen Begriffscharakterisierungen verstehen sich weder als Definitionen noch als erschöpfende Problemdarstellungen. Sie sollen lediglich den Zugang zu den unten angefügten Quellen erleichtern. - Lexikon der Argumente.

 
Autor/Titel Begriff Exzerpt Metadaten

 
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I 26
Ordnung/Foucault: 18. Jahrhundert, Klassik: Theorie der Repräsentationen, Tableaus, Dinge sind Zeichen, (d.h. gelten für konstant, nicht veränderlich, werden im tableau (Tabelle) hin und hergeschoben). Geschichtslos, Merkmale, Ähnlichkeit, Äußeres.
19.Jahrhundert, Historizität: isoliert die Dinge, legt den Dingen Ordnungsfunktionen auf, der Mensch tritt erstmals in das Denken ein. Werden der Dinge, Funktionsanalyse, Identität/Unterschied.
I 85
Ordnung/Foucault: die Ordnung wird ohne Bezug zu einer äußeren Einheit hergestellt.
I 94
Zeichen: die Bildung des Zeichens ist von der Analyse nicht trennbar. durch das Zeichen, das sich endlos auf der Oberfläche ausdehnt, wird die Welt von einem Ende bis zum anderen ordnungsfähig.
Das Zeichen hat nicht mehr die Funktion nahezubringen, sondern aufzuteilen.
Die abendländische Vernunft tritt in das Zeitalter des Urteils ein. Es gibt Analyse und Kombinatorik. (17. Jahrh.).
I 269ff
Analogie und Folge (19.Jahrh.): nicht mehr Identität von Elementen, sondern Identität der Beziehung zwischen den Elementen! Die Geschichte gibt den analogen Organisationen Raum.
Ordnung: wird durch das Spiel der Vergleiche errichtet.


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Zeichenerklärung: Römische Ziffern geben die Quelle an, arabische Ziffern die Seitenzahl. Die entsprechenden Titel sind rechts unter Metadaten angegeben. ((s)…): Kommentar des Einsenders.

Fouc I
M. Foucault
The Order of Things: An Archaeology of Human Sciences 1994

Fouc II
Michel Foucault
Archäologie des Wissens Frankfurt/M. 1981

> Gegenargumente gegen Foucault

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Hg. Martin Schulz, Abfragedatum 19.09.2017