Philosophie Lexikon der Argumente

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Phänomenologie: Philosophische Richtung, die auf E. Husserl zurückgeht und die davon ausgeht, dass die Erscheinungen der Gegenstände das sind, was uns unmittelbar gegeben ist. Diese Erscheinungen sind nach dieser Annahme das einzig Evidente für uns. Siehe auch Repräsentation, Phänomene, Wahrnehmung, Gewissheit, Beweise.
 
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I 389ff
Phänomenologie/Foucault: Husserl: verlagert die transzendentale Analyse von der Möglichkeit einer Wissenschaft der Natur zur Möglichkeit für den Menschen, sich zu denken. Tiefste Bestimmung der abendländischen ratio wiederbelebt. Die Phänomenologie ist weniger ein Rückgriff als ein großer Bruch. Das Vorhaben löst sich auf in eine Beschreibung des Erlebten, die ungewollt empirisch ist, und in eine Ontologie des Ungedachten, die den Primat des »ich denke« außer Kurs setzt.

Fouc I
M. Foucault
The Order of Things: An Archaeology of Human Sciences 1994

Fouc II
Michel Foucault
Archäologie des Wissens Frankfurt/M. 1981

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Hg. Martin Schulz, Abfragedatum 28.05.2017