Philosophie Lexikon der Argumente

 
Terminologien: Hier werden Besonderheiten des Sprachgebrauchs der einzelnen Autoren erklärt.

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Anmerkung: Die obigen Begriffscharakterisierungen verstehen sich weder als Definitionen noch als erschöpfende Problemdarstellungen. Sie sollen lediglich den Zugang zu den unten angefügten Quellen erleichtern. - Lexikon der Argumente.

 
Autor/Titel Begriff Exzerpt Metadaten

 
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I 25
Seinsweise/Foucault: These: .das heißt nicht, dass die Vernunft Fortschritte gemacht hat, sondern dass die Seinsweise der Dinge und der Ordnung grundlegend verändert worden ist, die die Dinge dem Wissen anbietet, indem sie sie aufteilt.
I 26
Archäologie/Foucault: die Archäologie definiert Systeme der Gleichzeitigkeit, etwas die Serie der notwendigen und hinreichenden Mutationen, um die Schwelle einer neuen Positivität zu beschreiben
I 56 ff
Signaturen: Zeichen der Ähnlichkeit. Dennoch ist das System nicht geschlossen.
I 100f
Tableau/Foucault: der Sinn wird im vollständigen Tableau der Zeichen gegeben sein.
Wenn die Existenz des Sinnes völlig auf Seiten des Zeichens steht, liegt das ganze Funktionieren aufseiten des Bezeichneten.
I 109
Def Naturgeschichte/Foucault: Wissenschaft von Merkmalen, die die Kontinuität der Natur und ihre Verzahnung gliedern. Darin: Geldtheorie und Werttheorie, auch allgemeine Grammatik.
Def mathesis/Foucault: Wissenschaft der Gleichheiten, also der Zuweisungen und Urteile, die Wissenschaft der Wahrheit.
Def taxinomia/Foucault: Behandelt Identität/Unterschied. Sie ist die Wissenschaft der Gliederung und der Klassen. Sie ist das Wissen von den Wesen.
Raum in Tableauform: am klarsten in der Form der Theorie der Sprache, der Klassifikation, des Geldes.
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II 128ff
Def »Referential«/Foucault: definiert die Möglichkeiten des Auftauchens und der Abgrenzung dessen, was dem Satz seinen Sinn gibt. Wird nicht von »Realitäten« oder »Fakten« sondern von Möglichkeitsgesetzen, von Existenzregeln für die Gegenstände erzeugt.
II 258
Def Positivitäten/Foucault: sie zeigen, nach welchen Regeln eine diskursive Praxis Gegenstandsgruppen, Äußerungsmengen, Begriffsbündel und Serien theoretischer Wahlmöglichkeiten bilden kann. Die so gebildeten Elemente konstituieren keine Wissenschaft mit einer Struktur definierter Idealität. Ihr System ist gewiss weniger genau aber auch keine bloße Anhäufung.
Sie sind das, wovon ausgehend kohärente Proposition gebaut, mehr oder weniger genaue Beschreibungen entwickelt, Verifikationen vollzogen und Theorien entfaltet werden. Eine Vorform.
II 265
Schwelle der Positivität: der Augenblick, in dem eine diskursive Praxis sich vereinzelt und ihre Autonomie gewinnt.
Schwelle der Epistemologisierung: bringt Verifikations und Kohärenznormen zur Geltung.
Schwelle der Wissenschaftlichkeit: Konstruktionsgesetze der Proposition in.
Schwelle der Formalisierung: ist erreicht, wenn das formale Gebäude entfaltet wird.
Archäologie: erforscht die zeitliche Verteilung dieser Schwellen. Sie ist in der Tat weder regelmäßig noch homogen. Bsp der Anfang der Mathematik wird weniger als historisches Ereignis befragt, denn als Historizitätsprinzip.
Loshakungen: in der Ökonomie besonders zahlreich: II 267 Schwelle der Positivität in Praxis und Theorie des Merkantilismus. Trennung in das, was noch nicht, und das, was endgültig wissenschaftlich ist.


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Zeichenerklärung: Römische Ziffern geben die Quelle an, arabische Ziffern die Seitenzahl. Die entsprechenden Titel sind rechts unter Metadaten angegeben. ((s)…): Kommentar des Einsenders.

Fouc I
M. Foucault
The Order of Things: An Archaeology of Human Sciences 1994

Fouc II
Michel Foucault
Archäologie des Wissens Frankfurt/M. 1981

> Gegenargumente gegen Foucault

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Hg. Martin Schulz, Abfragedatum 20.09.2017