Philosophie Lexikon der Argumente

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Absolut: absolut ist etwas, das nicht von Bedingungen abhängig ist. Gibt es absolute Ruhe, absolute Geschwindigkeit? Der Gegenbegriff ist relativ.

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Anmerkung: Die obigen Begriffscharakterisierungen verstehen sich weder als Definitionen noch als erschöpfende Problemdarstellungen. Sie sollen lediglich den Zugang zu den unten angefügten Quellen erleichtern. - Lexikon der Argumente.

 
Autor/Titel Begriff Zusammenfassung Metadaten

Hans-Georg Gadamer über Absolutheit – Lexikon der Argumente

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Absolutheit/Absolute Vernunft/Gadamer: Ist nicht (...) alle menschliche Existenz, auch die freieste, begrenzt und auf mannigfaltige Weise bedingt? Wenn das zutrifft, dann ist die Idee einer absoluten Vernunft überhaupt keine Möglichkeit des geschichtlichen Menschentums. Vernunft ist für uns nur als reale geschichtliche, d. h. schlechthin: Sie ist nicht ihrer selbst Herr, sondern bleibt stets auf die Gegebenheiten angewiesen, an denen
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sie sich betätigt. Das gilt nicht nur in dem Sinne, in dem Kant die Ansprüche des Rationalismus unter dem Einfluss der skeptischen Kritik Humes auf das apriorische Moment in der Naturerkenntnis eingeschränkt hat - es gilt viel entschiedener für das geschichtliche Bewusstsein und die Möglichkeit geschichtlicher Erkenntnis. Es bedarf einer grundsätzlichen Rehabilitierung des Begriffes des Vorurteils und einer Anerkennung dessen, dass es legitime Vorurteile gibt, wenn man der endlich-geschichtlichen Seinsweise des Menschen gerecht werden will. >Vorurteil/Gadamer, >Hermeneutik/Gadamer.


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Zeichenerklärung: Römische Ziffern geben die Quelle an, arabische Ziffern die Seitenzahl. Die entsprechenden Titel sind rechts unter Metadaten angegeben. ((s)…): Kommentar des Einsenders. Übersetzungen: Lexikon der Argumente
Der Hinweis [Autor1]Vs[Autor2] bzw. [Autor]Vs[Begriff] ist eine Hinzufügung des Lexikons der Argumente.

Gadamer I
Hans-Georg Gadamer
Wahrheit und Methode. Grundzüge einer philosophischen Hermeneutik 7. durchgesehene Auflage Tübingen 1960/2010

Gadamer II
H. G. Gadamer
Die Aktualität des Schönen: Kunst als Spiel, Symbol und Fest Stuttgart 1977

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> Gegenargumente gegen Gadamer

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