Philosophie Lexikon der Argumente

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Natur, Philosophie: Meist definiert als der Teil der Wirklichkeit, der nicht vom Menschen hergestellt oder gestaltet wurde. Der Natur können gewisse Eigenschaften nicht zugeschrieben werden. Bsp Da Widersprüchlichkeit letztlich ein sprachliches Problem ist, kann man sagen, dass Natur nicht widersprüchlich sein kann. Nicht alle Formen von Notwendigkeit können der Natur zugeschrieben werden, z.B. nicht logische Notwendigkeit und nicht notwendige Existenz. Siehe auch de re, de dicto, Notwendigkeit de re, Existenz.

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Anmerkung: Die obigen Begriffscharakterisierungen verstehen sich weder als Definitionen noch als erschöpfende Problemdarstellungen. Sie sollen lediglich den Zugang zu den unten angefügten Quellen erleichtern. - Lexikon der Argumente.

 
Autor/Titel Begriff Zusammenfassung Metadaten

 
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II 198
Natur/Zahlen/Genz: These: die Natur rechnet selbst! Bsp 2 Liter Wasser und 1 Liter Wasser sind 3 Liter Wasser. ((s) KantVs).
II 199
Quantenmechanik/Genz: auch hier rechnet die Natur, wenn man Mengen von Einzelfällen betrachtet statt der Einzelfälle.
Natur/Genz: kann allerdings nicht falsch rechnen, denn sie liefert uns den Maßstab, was richtiges Rechnen ist.
Bsp Billardkugeln: der Mathematiker verwendet einen Algorithmus, der voraussetzt, dass die Kugeln sich gleichmäßig geradlinig bewegen.
Welchen Algorithmus verwendet die Natur?
II 200
Computer: hat zwei Verfahren zur Verfügung: a) lokal, b) global
a) lokal: unterteilt die Bewegung der ersten Kugel in gleichlange Teilstrecken und ermittelt, ob die andere Kugel in der Nähe ist, im letzten Abschnitt verleiht er der anderen Kugel die Geschwindigkeit der ersten und bringt die erste zum Stillstand.
b) global: hier wird zuerst berechnet, wann die Kugeln zusammenstoßen, dann werden die Orte wie gehabt berechnet, aber ohne nach der Entfernung der anderen Kugel zu fragen, danach berechnet er sie unter Vorgabe der vertauschten Geschwindigkeiten.
Natur: auch wenn sie es wie ein Computer macht, muss man immer noch fragen, wie also?
II 201
Pointe: hiervon hängt es ab, wie effektiv sie rechnet – ob die Materie unmittelbar nach dem Urknall dazu ausgereicht hätte, einen Computer zu bauen, der die Entwicklung des Universums hätte berechnen können.
Welt als Computer/Computermodell/Genz: dieses Bild hat für manche das mathematische Weltbild abgelöst. Ihre Rechnungen sind dann logische Äquivalente zu Rechnungen einer universellen Turing-Maschine.


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Zeichenerklärung: Römische Ziffern geben die Quelle an, arabische Ziffern die Seitenzahl. Die entsprechenden Titel sind rechts unter Metadaten angegeben. ((s)…): Kommentar des Einsenders.

Gz I
H. Genz
Gedankenexperimente Weinheim 1999

Gz II
Henning Genz
Wie die Naturgesetze Wirklichkeit schaffen. Über Physik und Realität München 2002

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Hg. Martin Schulz, Abfragedatum 22.10.2017