Philosophie Lexikon der Argumente

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Regularität, Philosophie: Regelmäßigkeit; Der Ausdruck wird meist im Zusammenhang mit Erwägungen zur Kausalität gebraucht. Es ist die Frage, ob die Feststellung von Regelmäßigkeiten hinreichend ist für die Formulierung von Naturgesetzen. Gegner der Regularitätstheorie verlangen, dass zusätzlich zur Beobachtung positiver Fälle eine formale Festlegung auf noch nicht eingetretene Fälle eingegangen wird. Dazu wird z.B. ein kontrafaktisches Konditional aufgestellt. Bsp Wenn A der Fall wäre, wäre B der Fall, wobei angenommen wird, dass der Fall A (noch) nicht eingetreten ist. Siehe auch Kausalität, Naturgesetze, Gesetze, Kontrafaktische Konditionale, Irreale Bedingungssätze, Ursache, Wirkung, Induktion.
 
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II 303
Gleichförmigkeit/Hume: wir unterstellen eine Gleichförmigkeit von Vergangenheit und Zukunft.
Physik/Theorie/Erklärung/Genz: wir nehmen aber mehr als bloße Gleichförmigkeit an, wenn wir Warum-Erklärungen geben.
Die Physik hofft auch auf einen bestimmten Ausgang von Experimenten, die noch nie angestellt wurden. Bloße Gleichförmigkeit reicht da nicht.
Erwartung/Genz. wird durch Verständnis der Vergangenheit begründet. Besser als durch Regelmäßigkeiten. Daher gibt es auch kein "Problem der Induktion".

Gz I
H. Genz
Gedankenexperimente Weinheim 1999

Gz II
Henning Genz
Wie die Naturgesetze Wirklichkeit schaffen. Über Physik und Realität München 2002

> Gegenargumente gegen Genz
> Gegenargumente zu Regularität



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Hg. Martin Schulz, Abfragedatum 24.05.2017