Philosophie Lexikon der Argumente

 
Verstehen Philosophie: Beim Verstehen von Zeichen und Wörtern spielt sowohl eine Rolle, ob man einen Gegenstand mit dem Wort oder Zeichen in Verbindung bringen kann, als auch, ob man das Zeichen oder Wort durch ein anderes ersetzen kann. Zum Verstehen ganzer Sätze muss noch das Überschauen der Verwendungssituation hinzukommen. Umstritten ist, ob die Kenntnis der Wahrheitsbedingungen die Bedeutung des Satzes liefert, also das Wissen darüber, was der Fall sein müsste, wenn der Satz wahr wäre. Wenn das richtig ist, braucht man nicht zu wissen, ob der Satz wahr ist. (Vgl. M. Dummett, Ursprünge der analytischen Philosophie Frankfurt 1992, S. 20). Siehe auch Ersetzbarkeit, Substitution, Wahrheitsbedingungen, Wissen.

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Anmerkung: Die obigen Begriffscharakterisierungen verstehen sich weder als Definitionen noch als erschöpfende Problemdarstellungen. Sie sollen lediglich den Zugang zu den unten angefügten Quellen erleichtern. - Lexikon der Argumente.

 
Autor/Titel Begriff Exzerpt Metadaten

 
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II 118
Verständnis/Prinzip/Prinzipien/Genz: ein tieferes Verständnis ist erreicht, wenn man zeigen kann, dass eine Theorie aus Prinzipien abgeleitet werden kann.
Relativitätstheorie/Einstein/Genz: hat dies für die drei Relativitätstheorien geleistet.
II 185
Verstehen/Genz: eigentlich verstehen wir nur Artefakte.
II 186
Quantenmechanik: das Verhalten von Molekülen verstehen wir nur unter Berücksichtigung der Quantenmechanik, also verstehen wir es nicht.
II 207
Gesetz/Verstehen/Komprimierung/Naturgesetze/Genz: ein Gesetz ermöglicht Verständnis, im Gegensatz zu bloß beobachteter Periodizität.
II 208
Ein Gesetz komprimiert die Beobachtungsdaten.
Vorhersage: jede die Daten komprimierende Theorie erlaubt Voraussagen.


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Zeichenerklärung: Römische Ziffern geben die Quelle an, arabische Ziffern die Seitenzahl. Die entsprechenden Titel sind rechts unter Metadaten angegeben. ((s)…): Kommentar des Einsenders.

Gz I
H. Genz
Gedankenexperimente Weinheim 1999

Gz II
Henning Genz
Wie die Naturgesetze Wirklichkeit schaffen. Über Physik und Realität München 2002

> Gegenargumente gegen Genz

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Hg. Martin Schulz, Abfragedatum 22.09.2017