Philosophie Lexikon der Argumente

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Humanismus: Der Humanismus ist eine Philosophie, die die Bedeutung der individuellen Autonomie, der Vernunft und des menschlichen Wohlbefindens betont. Der Humanismus der Renaissance betonte die Bedeutung des menschlichen Potenzials und der Leistung. Er wurde durch das Studium klassischer griechischer und römischer Texte inspiriert, die die menschliche Vernunft und Kreativität feierten. Siehe auch Vernunft, Kreativität, Renaissance.

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Anmerkung: Die obigen Begriffscharakterisierungen verstehen sich weder als Definitionen noch als erschöpfende Problemdarstellungen. Sie sollen lediglich den Zugang zu den unten angefügten Quellen erleichtern. - Lexikon der Argumente.

 
Autor Begriff Zusammenfassung/Zitate Quellen

Edward Said über Humanismus – Lexikon der Argumente

Braidotti I 16
Humanismus/Said: "Humanismus als schützender oder sogar defensiver Nationalismus ist [. . .] ein gemischter Segen für seine [. . .] ideologische Wildheit und seinen Triumphalismus, obwohl er manchmal unvermeidlich ist. In einem kolonialen Umfeld zum Beispiel sind die Wiederbelebung der unterdrückten Sprachen und Kulturen, die Versuche der nationalen Selbstbehauptung durch kulturelle Tradition und glorreiche Vorfahren [. . .] erklärbar und verständlich" (Said, 2004(1): 37).
>Nationalismus
.
Braidotti: Diese Einschränkung ist von entscheidender Bedeutung, um zu verdeutlichen, wie wichtig es ist, von wo aus man tatsächlich spricht. Die Unterschiede zwischen den Zentren und den Rändern sind von großer Bedeutung, insbesondere in Bezug auf das Erbe eines so komplexen und vielschichtigen Phänomens wie des Humanismus. Einerseits mit Völkermorden und Verbrechen konfrontiert, andererseits von enormen Hoffnungen und Freiheitsbestrebungen getragen, entzieht sich der Humanismus irgendwie der linearen Kritik. Diese vielseitige Eigenschaft ist zum Teil für seine Langlebigkeit verantwortlich.
Braidotti I 18
Antihumanismus: Der Antihumanismus wurde in der intellektuellen Szene der Vereinigten Staaten zum Teil durch die weit verbreitete Empörung über den Vietnamkrieg ausgelöst.
Braidotti I 19
Ein Teil dieser Abscheu war das Aufkommen einer Widerstandsbewegung gegen Rassismus, Imperialismus im Allgemeinen und die staubtrockenen akademischen Geisteswissenschaften, die jahrelang eine unpolitische, weltfremde und vergessliche (manchmal sogar manipulative) Haltung gegenüber der Gegenwart vertraten, während sie gleichzeitig unerbittlich die Tugenden der Vergangenheit rühmten. (2004(1): 13)
>Anti-Humanismus, >Menschen/Braidotti.

1. Said, Edward. 2004. Humanism and Democratic Criticism. New York: Columbia University Press.

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Zeichenerklärung: Römische Ziffern geben die Quelle an, arabische Ziffern die Seitenzahl. Die entsprechenden Titel sind rechts unter Metadaten angegeben. ((s)…): Kommentar des Einsenders. Übersetzungen: Lexikon der Argumente
Der Hinweis [Begriff/Autor], [Autor1]Vs[Autor2] bzw. [Autor]Vs[Begriff] bzw. "Problem:"/"Lösung", "alt:"/"neu:" und "These:" ist eine Hinzufügung des Lexikons der Argumente.



Said I
Edward Said
Orientalism New York: Vintage Books 1979

Braidotti I
Rosie Braidotti
The Posthuman Cambridge, UK: Polity Press 2013

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> Gegenargumente zu Humanismus ...

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