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| Kritischer Posthumanismus: Der kritische Posthumanismus ist eine Strömung des Posthumanismus, die eingehend analysiert, wie das auf den Menschen ausgerichtete Denken Philosophie, Ethik und Wissenschaft geprägt hat. Im Gegensatz zum allgemeinen Posthumanismus, der sich mit der Technologie oder der zukünftigen menschlichen Evolution befasst, konzentriert sich der kritische Posthumanismus auf die Dekonstruktion humanistischer Annahmen und das Überdenken von Subjektivität, Handlungsfähigkeit und Ethik in Bezug auf Nichtmenschen, Systeme und Ökologien. Siehe auch Posthumanismus, Antihumanismus, Humanismus._____________Anmerkung: Die obigen Begriffscharakterisierungen verstehen sich weder als Definitionen noch als erschöpfende Problemdarstellungen. Sie sollen lediglich den Zugang zu den unten angefügten Quellen erleichtern. - Lexikon der Argumente. | |||
| Autor | Begriff | Zusammenfassung/Zitate | Quellen |
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Rosie Braidotti über Kritischer Posthumanismus – Lexikon der Argumente
Braidotti I 49 Def Kritischer Posthumanismus/Braidotti: In meiner eigenen Arbeit definiere ich das kritische posthumane Subjekt innerhalb einer Ökophilosophie der multiplen Zugehörigkeit als ein relationales Subjekt, das sich in und durch Multiplizität konstituiert, d.h. ein Subjekt, das über Differenzen hinweg arbeitet und auch innerlich differenziert ist, aber dennoch geerdet und rechenschaftspflichtig. Posthumane Subjektivität ist Ausdruck einer verkörperten und eingebetteten und damit partiellen Form der Verantwortlichkeit, die auf einem starken Sinn für Kollektivität, Relationalität und damit Gemeinschaftsbildung beruht. Braidotti I 50 BraidottivsAnthropozentrismus: (...) für mich gibt es eine notwendige Verbindung zwischen dem kritischen Posthumanismus und dem Schritt über den Anthropozentrismus hinaus. >Anthropozentrismus. Die Tatsache, dass diese verschiedenen Humanismen nicht auf eine lineare Erzählung reduziert werden können, ist Teil des Problems und der Paradoxien, die mit dem Versuch, den Humanismus zu überwinden, verbunden sind. Was mir absolut klar erscheint, ist die historische, ethische und politische Notwendigkeit, diesen Begriff zu überwinden, angesichts seiner Geschichte unerfüllter Versprechen und uneingestandener Brutalität. Eine wichtige methodische und taktische Maßnahme zur Unterstützung dieses Prozesses besteht darin, eine Politik der Verortung zu praktizieren, d.h. situierte und rechenschaftspflichtige Wissenspraktiken. >Wissen, >Wissensrepräsentation, >Methode. Subjekt/Braidotti: (...) wir brauchen eine neue Theorie des Subjekts, die eine Bilanz der posthumanen Wende zieht und damit den Niedergang des Humanismus anerkennt. Humanismus: (...) wie die Verbreitung kritischer posthumaner Positionen sowohl innerhalb als auch außerhalb der westlichen philosophischen Tradition zeigt, ist das Ende des klassischen Humanismus keine Krise, sondern zieht positive Konsequenzen nach sich. Kapitalismus: (...) Der fortgeschrittene Kapitalismus hat die Chancen, die sich durch den Niedergang des westlichen Humanismus und die durch die Globalisierung ausgelösten kulturellen Hybridisierungsprozesse eröffnen, schnell erkannt und genutzt. >Subjekt/Braidotti, >Subjektivität/Braidotti._____________ Zeichenerklärung: Römische Ziffern geben die Quelle an, arabische Ziffern die Seitenzahl. Die entsprechenden Titel sind rechts unter Metadaten angegeben. ((s)…): Kommentar des Einsenders. Übersetzungen: Lexikon der ArgumenteDer Hinweis [Begriff/Autor], [Autor1]Vs[Autor2] bzw. [Autor]Vs[Begriff] bzw. "Problem:"/"Lösung", "alt:"/"neu:" und "These:" ist eine Hinzufügung des Lexikons der Argumente. |
Braidotti I Rosie Braidotti The Posthuman Cambridge, UK: Polity Press 2013 |
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