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| Eurozentrismus: Eurozentrismus ist eine Weltanschauung, die Europa als kulturellen, historischen und intellektuellen Maßstab betrachtet. Er stellt europäische Erfahrungen oft als universell dar und marginalisiert außereuropäische Perspektiven. In der postkolonialen Theorie kritisiert, verstärkt er koloniale Machtdynamiken und verzerrt globale Geschichten und Beiträge. Siehe auch Kolonialismus, Postkolonialismus._____________Anmerkung: Die obigen Begriffscharakterisierungen verstehen sich weder als Definitionen noch als erschöpfende Problemdarstellungen. Sie sollen lediglich den Zugang zu den unten angefügten Quellen erleichtern. - Lexikon der Argumente. | |||
| Autor | Begriff | Zusammenfassung/Zitate | Quellen |
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Rosie Braidotti über Eurozentrismus – Lexikon der Argumente
Braidotti I 52 Eurozentrismus/Braidotti: [es gibt] das Problem des Eurozentrismus im Sinne eines „methodologischen Nationalismus“ (Beck, 2007(1)) und seiner langjährigen Verbindung zum Humanismus. Die zeitgenössischen europäischen Wissenssubjekte müssen der thischen Verpflichtung nachkommen, Rechenschaft über ihre vergangene Geschichte und den langen Schatten, den sie auf ihre heutige Politik wirft, abzulegen.* Die neue Mission, die Europa annehmen muss, beinhaltet die Kritik an engstirnigen Eigeninteressen, Intoleranz und fremdenfeindlicher Ablehnung des Andersseins. Symbolisch für die Verschlossenheit des europäischen Geistes ist das Schicksal von Migranten, Flüchtlingen und Asylbewerbern, die die Hauptlast des Rassismus im heutigen Europa tragen. Es muss eine neue Agenda aufgestellt werden, die nicht mehr die einer europäischen oder eurozentrischen, universellen und rationalen Subjektivität ist, sondern eine radikale Transformation dieser Subjektivität, die sich von den imperialen, faschistischen und undemokratischen Tendenzen Europas löst. (...) Seit der zweiten Hälfte des zwanzigsten Jahrhunderts spiegelte und verstärkte die Krise des philosophischen Humanismus - auch bekannt als der Tod des ‚Menschen‘ - größere Sorgen über den Niedergang des geopolitischen Status von Europa als imperialer Weltmacht. >Antihumanismus, >Humanismus. Ich glaube, dass der posthumane Zustand die Aufgabe erleichtern kann, eine neue Rolle für Europa in einem Zeitalter zu definieren, in dem der globale Kapitalismus sowohl triumphiert als auch klare Defizite in Bezug auf Nachhaltigkeit und soziale Gerechtigkeit aufweist (Holland, 2011)(6). >Posthumanismus/Braidotti. * Wie Morin (1987)(2), Passerini (1998)(3), Balibar (2004)(4) und Bauman (2004)(5) ebenfalls argumentiert haben. 1. Beck, Ulrich. 2007. The cosmopolitan condition: Why methodological nationalism fails. Theory, Culture & Society, 24 (7/8), 286–90. 2. Morin, Edgar. 1987. Penser l’Europe. Paris: Gallimard. 3. Passerini, Luisa (ed.) 1998. Identità Culturale Europea. Idee, Sentimenti, Relazioni. Florence: La Nuova Italia Editrice. 4. Balibar, Etienne. 2004. We, the People of Europe? Reflections on Transnational Citizenship. Princeton, NJ: Princeton University Press. 5. Bauman, Zygmunt. 2004. Europe: An Unfinished Adventure. Cambridge: Polity Press. 6. Holland, Eugene. 2011. Nomad Citizenship. Minneapolis, MN: University of Minnesota Press. hooks, bell. 1981. Ain’t I a Woman. Boston, MA: South End Press._____________ Zeichenerklärung: Römische Ziffern geben die Quelle an, arabische Ziffern die Seitenzahl. Die entsprechenden Titel sind rechts unter Metadaten angegeben. ((s)…): Kommentar des Einsenders. Übersetzungen: Lexikon der ArgumenteDer Hinweis [Begriff/Autor], [Autor1]Vs[Autor2] bzw. [Autor]Vs[Begriff] bzw. "Problem:"/"Lösung", "alt:"/"neu:" und "These:" ist eine Hinzufügung des Lexikons der Argumente. |
Braidotti I Rosie Braidotti The Posthuman Cambridge, UK: Polity Press 2013 |
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