Philosophie Lexikon der Argumente

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Ähnlichkeitsmetrik: ein Maß für Ähnlichkeit. Das Problem ist, dass es für mögliche Welten nicht immer bestimmbar ist, welche von zwei Welten näher an einer dritten ist. Siehe auch Mögliche Welten, Bsp Bizet/Verdi.

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Anmerkung: Die obigen Begriffscharakterisierungen verstehen sich weder als Definitionen noch als erschöpfende Problemdarstellungen. Sie sollen lediglich den Zugang zu den unten angefügten Quellen erleichtern. - Lexikon der Argumente.

 
Autor/Titel Begriff Zusammenfassung Metadaten

 
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I 192
Ähnlichkeit/Semantik möglicher Welten/Ähnlichkeitsmetrik/Hintikka: kann auf zweifache Weise festgestellt werden:
1. Fragen, was die maximale Distanz zwischen möglichen Welten ist
2. Fragen, was die minimale Distanz ist.
Ad 1.: die Faktizitätsbedingung führt dazu, dass die Distanz gleich null sein muss (minimale Distanz). D.h. dass eine gegebene Welt innerhalb ihrer eigenen Alternativen ist.
I 193
Intentionalität/Hintikka: ihr Fehlschlagen ist ein interessantes Kriterium für Intentionalität.
Bsp Wissen: ist aus diesem Grund weniger intentional als Glauben.
Faktizität/Hintikka: der Ausdruck ist insofern irreführend, als wir eine Menge von Möwe betrachten können, wobei wir die aktuale Welt ausschließen! Bsp Deontologie:
Deontologie/Semantik möglicher Welten/Hintikka: hier könnte es sein, dass wir die aktuale Welt aus der Menge der möglichen Welten ausschließen. ((s) Dass wir nur wünschenswertes betrachten, das von der Realität abweicht).
Hintikka: die Idee ist, dass was immer in einer gegebenen Welt obligatorisch ist, wahr ist in jeder ihrer deontischen Alternativen. Denn diese Alternativen wären deontisch perfekte Welten.
Deontologie/Hintikka: ist nach dieser Erklärung nichtintentional!.
Phänomenologie/Hintikka: das Fehlschlagen der Faktizitätsbedingung ist eng verwandt mit Ideen der Phänomenologie: ihr geht es nämlich entscheidend um die mögliche Nichtexistenz eines Gegenstands, auf den ein geistiger Akt gerichtet ist.
Akt/Brentano/Hintikka: These: das Objekt kann in ihm „inexistent“ sein.
Husserl/Hintikka: These: Objekte von Akten sind urteilsmäßig oder andernfalls propositional.
Nichtexistenz/Intentionalität/Brentano/Husserl/Hintikka: Nichtexistenz führt zu einem Fehlschlagen der Faktizität. Daher ist das Fehlschlagen der Faktizität ein wichtiges Kriterium für das Verstehen der Phänomenologie.
Ähnlichkeitsmetrik/Ähnlichkeit/Mögliche Welten/Hintikka: Bsp Wissen
Wissen/Glauben/Semantik möglicher Welten/Hintikka: die maximale Distanz zwischen Welten, die von Wissen zugelassen wird, ist größer als die maximale Distanz im Fall von Glauben.
Weil Wissen Glauben impliziert (entails) sind die Glaubenswelten innerhalb der Menge der Wissenswelten.
Nach dem unrevidierten Kriterium wäre dann Glauben intentionaler als Wissen.
Vs: das Gegenteil ist aber der Fall.
Logisch möglich/Hintikka: einige logisch mögliche Welten sind wilder und weiter entfernt von der aktualen Welt als Welten, die man glaubt. Dennoch sind logische Modalitäten weniger intentional als propositionale Einstellungen.
Problem: das Maß der maximalen Distanz liefert falsche Ergebnisse, wenn wir es mit verschiedenen intensionalen Begriffen zu tun haben.
I 196
Intentionalität/Hintikka: dass das Fehlschlagen von (c) (Bewahrung der Identität, VsSpaltung) ein Kriterium für sie ist sieht man an ihrem Verhalten bei wechselnden Begriffen: Notwendigkeit (logische, physikalische und analytisch) erfüllen Bedingung c). („Was ist, ist notwendig was es ist und kein ander Ding“)
Umgekehrt sind gewisse andere Begriffe offensichtlich intentionaler als Notwendigkeit und diese verletzen c).
I 197
Bsp „Nicht alles was ist, ist so, dass gewusst wird, was es ist, noch, dass es kein ander Ding ist“.


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Zeichenerklärung: Römische Ziffern geben die Quelle an, arabische Ziffern die Seitenzahl. Die entsprechenden Titel sind rechts unter Metadaten angegeben. ((s)…): Kommentar des Einsenders.

Hin I
Jaakko and Merrill B. Hintikka
The Logic of Epistemology and the Epistemology of Logic Dordrecht 1989

W I
J. Hintikka/M. B. Hintikka
Untersuchungen zu Wittgenstein Frankfurt 1996

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Hg. Martin Schulz, Abfragedatum 15.12.2017