Philosophie Lexikon der Argumente

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Frage: Ein Satz innerhalb eines Kommunikationszusammenhangs, der einen oder mehrere weitere Sätze (Antworten) verlangt. Der Fragesatz wird in vielen Sprachen durch eine gegenüber dem entsprechenden Aussagesatz leicht veränderte Wortstellung sowie ein angehängtes oder vorangestelltes Symbol (Fragesymbol) gekennzeichnet. Eine Antwort ist nicht garantiert und muss nicht erfolgen, damit eine Frage ihre Form und ihren Inhalt behält. Siehe auch Antworten, Aussagen, Befehle, Sätze, Sprechakttheorie.

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Anmerkung: Die obigen Begriffscharakterisierungen verstehen sich weder als Definitionen noch als erschöpfende Problemdarstellungen. Sie sollen lediglich den Zugang zu den unten angefügten Quellen erleichtern. - Lexikon der Argumente.

 
Autor/Titel Begriff Zusammenfassung Metadaten

 
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I XVII
Frage/Antwort/Hintikka: der Schlüssel zu einer Theorie von Fragen und Antworten liegt in der Relation einer Frage zu ihrer erschöpfenden Antwort.
Epistemische Logik: liefert die Lösung.
I 18
Fragen/Antworten/Hintikka: die wichtigste Anwendung der epistemischen Logik ist eine Theorie von Frage und Antwort. Bsp
(1.1) wer wohnt hier?
Wird konstruiert als
(1.2) Führe herbei, dass ich weiß, wer hier wohnt.
I 19
Antwort/Hintikka: Problem., wann erfüllt eine Antwort d auf eine W-Frage ihren Zweck? Natürlich, wenn sie das Desideratum
(1.3) Ich weiß, wer hier wohnt
wahr macht. Aber was br9ngt die Antwort „d“? Offensichtlich
(1.4) Ich weiß, dass d hier wohnt.
Antwort/Hintikka: das Problem besteht also darin, wann (1.4.) (1.3) impliziert.
Logische Form: von (1.3) und (1.4) ist
(1.5) (Ex){Ich} K(x wohnt hier)
und
(1.6) {Ich} K (d wohnt hier).
Epistemische Logik/Antwort/Quantor/Operator/Hintikka: D.h. das operative Problem ist, wann (1.6) (1.5) impliziert-. D.h. es geht um das Zusammenspiel von Quantoren und epistemischen Operatoren.
I 19
Wissen/W-Fragen/Kennen/Hintikka: die richtige Behandlung wird durch eine Reihe von Schritten gewährleistet.
I 20
(i)
Querwelteinidentität/Hintikka: muss als gelöst vorausgesetzt werden, damit wir unsere Quantoren gebrauchen können.
Weltlinie/Hintikka: sollen Gegenstücke eines Individuums in verschiedenen Welten verbinden. Wenn wir ein Geflecht von Weltlinien (in Bezug auf ein Wissenssubjekt) haben, haben wir Wahrheitsbedingungen für quantifizierte Sätze in einer epistemischen Logik 1. Stufe.
Wahrheitsbedingungen: lösen hier Quines Problem ((s) der Querwelteinidentität) bzw. transformieren sie in Probleme, wie die Weltlinien gezogen werden sollen.
(ii)
Individuenbereich/Individuum/Existenz/ Mögliche Welten /Hintikka: es kann nicht angenommen werden, dass in allen Modellen dieselben Individuen existieren.
Wenn wir von z als Element der aktualen Welt sprechen, müssen wir annehmen, dass es in dieser Welt existiert, damit es einen bona fide-Wert der Quantoren hat, der dann unter anderem auch in der aktualen Welt gilt.
I 98
W-Fragen/wer/was/wo/Hintikka: These: W-Fragen sind nichts anderes als quantifizierte Phrasen.
I 99
logische Form:
(1) John weiß, wer der Premierminister von Norwegen ist
als dass-Konstruktion analysiert:
(2) (Ex) John weiß, dass (der Premierminister von Norwegen = x) (= de dicto)
Problem: man muss den Individuenbereich festlegen, über den die Variable „x“ geht ((s) Anführungszeichen von Hintikka).
I 102
W-Fragen/Nichtexistenz/Hintikka: Variante: Problem:
(7) John weiß, dass Homer nicht existierte.
D.h. in jeder epistemisch möglichen Welt von John existiert Homer nicht. Das impliziert, dass es Sinn hat, nach der Existenz zu fragen.
Eindeutigkeit/Existenz/Hintikka: d.h. wir müssen unterscheiden zwischen Existenz und Eindeutigkeit (Bestimmtheit) eines Individuums.
Nichtexistenz/Hintikka: Nichtexistenz macht die Identität des Individuums nicht unbekannt. ((s) Sonst wäre die Frage nicht sinnvoll).



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Zeichenerklärung: Römische Ziffern geben die Quelle an, arabische Ziffern die Seitenzahl. Die entsprechenden Titel sind rechts unter Metadaten angegeben. ((s)…): Kommentar des Einsenders.

Hin I
Jaakko and Merrill B. Hintikka
The Logic of Epistemology and the Epistemology of Logic Dordrecht 1989

W I
J. Hintikka/M. B. Hintikka
Untersuchungen zu Wittgenstein Frankfurt 1996

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Hg. Martin Schulz, Abfragedatum 11.12.2017