Philosophie Lexikon der Argumente

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Semantik möglicher Welten: Ausdruck für eine Theorie, die Satzbedeutung definiert als die Menge der Welten, in denen dieser Satz wahr ist. Siehe auch Mögliche Welten, Starrheit, Semantik, Propositionen, Bedeutung, Modallogik, Gegenstück-Theorie, Modaler Realismus, Notwendigkeit, Möglichkeit.
 
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I 43
Semantik möglicher Welten/nichtexistente Objekte/Nichtexistenz/Möglichkeit/Hintikka: die Semantik möglicher Welten sollte mögliche Individuen als Bewohner nicht nur von möglichen Welten, sondern sogar der aktualen Welt annehmen.
I 50
Semantik möglicher Welten/HintikkaVsFrege: hier gibt es keine >systematische Mehrdeutigkeit, d.h. die Ausdrücke bedeuten intensional dasselbe wie extensional.
Bsp Zu wissen, was John weiß heißt, die Welten zu kennen, die mit seinem Glauben kompatibel sind, und zu wissen, welche es nicht sind.
I 51
Extraprämisse: dazu muss sicher sein, dass ein Ausdruck in verschiedenen Welten dasselbe Individuum herausgreift.
Kontext: was die relevanten Welten sind, hängt vom Kontext ab.
Bsp Ramses: hier ist der Fall klar,
Dagegen:
Bsp Herzl wusste, dass Loris ein großer Dichter ist
Zusätzliche Prämisse: Loris = Hofmannsthal.
I 53
Bedeutungsfunktion/Semantik möglicher Welten/Hintikka: der Unterschied meines Ansatzes zu dem von Frege ist der, dass ich die Probleme lokal betrachte, während Frege sie global betrachtet.
Fregescher Sinn (= Weise des Gegebenseins)/Hintikka: muss als definiert für alle möglichen Welten angesehen werden.
Dagegen:
Hintikka: wenn Fregescher Sinn als Bedeutungsfunktion konstruiert wird, muss er in meinem Ansatz nur als für die relevanten Alternativen definiert angesehen werden.
Frege: gebraucht eben implizit den Begriff der Identität der Sinne. Und als Bedeutungsfunktion ist die Identität nur gegeben, wenn die mathematische Funktion für alle relevanten Argumente gilt.
Totalität/Hintikka: dieser Begriff der Gesamtheit aller logisch möglichen Welten ist nun höchst zweifelhaft.
Lösung/Hintikka: gerade die Semantik möglicher Welten hilft, auf die Gesamtheit aller Möwe zu verzichten. ((s) Und nur die relevanten Alternativen, festgelegt durch den Kontext, zu betrachten).
Fregescher Sinn/Hintikka: wurde quasi als ein Objekt konstruiert (Einstellungsobjekt, propositionales Objekt Gedankenobjekt, Glaubensobjekt) Und zwar, weil sie als Entitäten in der aktualenWelt angenommen wurden, wie abstrakt auch immer.
I 54
Bedeutungsfunktion/HintikkaVsFrege/Hintikka: anders als die Fregeschen Sinne sind Bedeutungsfunktionen weder hier noch sonst wo.
Problem/Hintikka: Frege war in Versuchung, seine „Sinne“ zu reifizieren.
Wissensobjekt/Gedankenobjekt/Frege/Hintikka: Frege hat das Problem, anders als z.B. Quine nie berücksichtigt.
I 57
Bedeutungsfunktion/Semantik möglicher Welten/Hintikka: um hier eine Lösung zu sein, muss die Bedeutungsfunktion eine konstante Funktion sein, d.h. sie muss in allen Welten dieselben Individuen herausgreifen.
- - -
I 205
Semantik möglicher Welten/Hintikka: braucht keine Auffassung von möglichen Welten als vollständigen kosmologischen Welten, sondern nur „kleine Welten“, eher wie Ereignisverläufe oder Situationen, ich spreche auch von „Szenarien“.
Mögliche Welt/Hintikka: der Ausdruck ist missverständlich, wenn man ihn als vollständige Welten auffasst.

Hin I
Jaakko and Merrill B. Hintikka
The Logic of Epistemology and the Epistemology of Logic Dordrecht 1989

W I
J. Hintikka/M. B. Hintikka
Untersuchungen zu Wittgenstein Frankfurt 1996

> Gegenargumente gegen Hintikka
> Gegenargumente zu Semantik Möglicher Welten



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Hg. Martin Schulz, Abfragedatum 25.05.2017