Philosophie Lexikon der Argumente

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Ostension: Das Zeigen auf Gegenstände zum Zweck der Definition oder Beschreibung. Ein bekanntes Problem ist die Unbestimmtheit bzw. fehlende Eindeutigkeit der Bezugnahme beim Zeigen. So kann zum Beispiel ein Objekt, seine Form, seine Beschaffenheit, seine Geschichte, sein Gewicht usw. gemeint sein. Siehe auch Gavagai, Zeigen, Meinen, Hinweisende Definition, Definition, Definierbarkeit, Statue/Ton.

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Anmerkung: Die obigen Begriffscharakterisierungen verstehen sich weder als Definitionen noch als erschöpfende Problemdarstellungen. Sie sollen lediglich den Zugang zu den unten angefügten Quellen erleichtern. - Lexikon der Argumente.

 
Autor/Titel Begriff Zusammenfassung Metadaten

 
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I 141
Ostension/Zeigen/W-Fragen/dual ostension paradox/Terminologie/Hintikka:
Def dual ostension paradox/Hintikka: Bsp jemand kommt in den Raum und fragt, indem er auf jemand zeigt:
I 142
(6) Wer ist der Mann dort drüben?
(7) Ich weiß, wer der Mann dort drüben ist
Bsp Es ist Sir Norman Brook.
(8) Ich weiß, dass der Mann dort Sir Norman Brook ist.
Nun kommt eine weitere Person in den Raum, z.B. mit einer Nachricht und fragt:
(9) Wer von den Anwesenden ist Sir Norman Brook?
Paradox/Hintikka: doppelter Gebrauch der Interrogativa.
Falsche Lösung: es liegt nicht in einem zweifachen Sinn von „ist“.
Lösung/Hintikka: zwei verschiedene Methoden der Querwelteinidentifikation (öffentliche und wahrnehmungsmäßige).
(7) kann so paraphrasiert werden:
(11) (∃x) KI (der Mann dort = x)
Quantifikation/Problem: weil ein Quantor vom Begriff des Individuums abhängig ist und weil in epistemischer Logik der Begriff des Individuums kontextabhängig ist, brauchen wir verschiedene Quantoren.
Dann muss man z.B. (10) paraphrasieren als
I 143
(12) (∃x) KI (Sir Norman Brook = x)
„(∃x)“/Hintikka: Entspricht der wahrnehmungsmäßigen (s.o. perspektivischen) Identifikation). Entspricht Russells „Bekanntschaft“.


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Zeichenerklärung: Römische Ziffern geben die Quelle an, arabische Ziffern die Seitenzahl. Die entsprechenden Titel sind rechts unter Metadaten angegeben. ((s)…): Kommentar des Einsenders.

Hin I
Jaakko and Merrill B. Hintikka
The Logic of Epistemology and the Epistemology of Logic Dordrecht 1989

W I
J. Hintikka/M. B. Hintikka
Untersuchungen zu Wittgenstein Frankfurt 1996

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Hg. Martin Schulz, Abfragedatum 23.11.2017