Philosophie Lexikon der Argumente

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Kennzeichnung: ein beschreibender Ausdruck, der einen Gegenstand herausgreift. Bsp Der Sieger von Austerlitz. Anders als Namen sind Kennzeichnungen nicht starr, d.h. sie können in verschiedenen Welten verschiedene Gegenstände bezeichnen. Es hätte jemand anderes als Napoleon der Sieger von Austerlitz sein können, es ist aber sinnlos zu fragen, ob Napoleon jemand anderes hätte sein können. Es gibt bestimmte und unbestimmte Kennzeichnungen. Siehe auch Starrheit, Namen, Mögliche Welten, Denotation.
 
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Cresswell I 167
Unbestimmte Kennzeichnung/Kamp/Heim: sind keine Quantoren, denn echte Quantoren können nicht über Sätze hinaus wirken, während Pronomina anaphorisch mit unbestimmten Kennzeichnungen aus früheren Sätzen verbunden werden können.
Bsp
(5) Jeder fand eine Katze und behielt sie
(6) Sie lief weg.
Nur das sie in (5) kann anaphorisch auf die Katze bezogen werden.
Cresswell I 175
Unbestimmte Kennzeichnung/Russell: entspricht Existenzquantifikation: Bsp ein Mann: "wenigstens ein Mann". - Neue Theorie/Cresswell: der unbestimmte Artikel führt neue Gegenstände ein, der bestimmte referiert auf eingeführte.
I 176
File change Semantik/Heim: These: als Entitäten in der Welt sind die Gegenstände nicht neu, sondern nur innerhalb der Rede, daher file change ("neu in den Akten") - file/Kamp/Heim: repräsentiert Tatsachen über Gegenstände für den Sprecher.

Kamp I
Kamp
From Discourse to Logic: Introduction to Modeltheoretic Semantics of Natural Language, Formal Logic and Discourse Representation Theory (Studies in Linguistics and Philosophy)

Cr I
M. J. Cresswell
Semantical Essays (Possible worlds and their rivals) Dordrecht Boston 1988

Cr II
M. J. Cresswell
Structured Meanings Cambridge Mass. 1984

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Hg. Martin Schulz, Abfragedatum 28.05.2017