Philosophie Lexikon der Argumente

Screenshot Tabelle Begriffe

 
Wünsche: Sprachlich formulierte oder formulierbare Einstellungen zu vorgestellten oder tatsächlich gegebenen Situationen oder Gegenständen. Man kann wünschen, einen Gegenstand zu besitzen oder Zustände bzw. Situationen zu verwirklichen oder zu beenden. Ein Sonderfall sind unbewusste Wünsche, die man letztlich nur durch Zuschreibung einer sprachlichen Form identifizieren kann. Auf dieselbe Weise kann man auch Tieren Wünsche zuschreiben. Siehe auch Vorstellung, Befehle, Sätze, Propositionen, Zuschreibung.

_____________
Anmerkung: Die obigen Begriffscharakterisierungen verstehen sich weder als Definitionen noch als erschöpfende Problemdarstellungen. Sie sollen lediglich den Zugang zu den unten angefügten Quellen erleichtern. - Lexikon der Argumente.

 
Autor/Titel Begriff Zusammenfassung Metadaten

 
Bücher bei Amazon
Pagel I 63
Wunsch/Lacan: will mehr als reale Sättigung: Anerkennung und Liebe.
Pagel I 64
Wunsch/Lacan: der Wunsch mündet in die Sprache. Mutter gibt mehr als Nahrung. Indem das Subjekt seine Not der Mutter überantwortet, verändert sich rückwirkend auch die Art seiner Bedürftigkeit. das primäre Bedürfnis schlägt um in den Anspruch auf den Anderen. Unersättlichkeit. Das Kind, das mit dem höchsten Ma0 an Liebe genährt wird, verweigert die Nahrung. Es geht um Das Symbol.
I 65
Begehren: Dialektik: Das Begehren will anerkannt sein! Weder Appetit auf Befriedigung noch Anspruch auf Liebe, vielmehr die Differenz, die entsteht aus der Subtraktion der Befriedigung vom Anspruch.
I 68
Begehren: weder das Subjekt noch der Andere können sich damit zufrieden geben, Subjekte des Bedürfnisses oder Objekte der Liebe zu sein, sondern einzig und allein damit, Statthalter zu sein für die Ursache des Begehrens.
Leidenschaft: ihre Tragweite liegt darin, dass das Begehren des Menschen das Begehren des Anderen ist.
I 75
Begehren: hinter jedem lauert bereits ein Neues, Nie abgeschlossene Reihe. irreduzierbare Entfremdung. Lacan: Dies ist der eigentliche Grund des "Unbehagens in der Kultur" (Freud). Lacan: nicht "Mangel an Haben", sondern: "Entzug an Sein".


_____________
Zeichenerklärung: Römische Ziffern geben die Quelle an, arabische Ziffern die Seitenzahl. Die entsprechenden Titel sind rechts unter Metadaten angegeben. ((s)…): Kommentar des Einsenders.

Lacan I
Gerda Pagel
Jacques Lacan zur Einführung Hamburg 1989

Send Link
> Gegenargumente gegen Lacan

Autoren A   B   C   D   E   F   G   H   I   J   K   L   M   N   O   P   Q   R   S   T   U   V   W   Z  


Begriffe A   B   C   D   E   F   G   H   I   J   K   L   M   N   O   P   Q   R   S   T   U   V   W   Z  



> Eigenen Beitrag vorschlagen | > Haben Sie einen Fehler entdeckt? | > Export als BibTeX Datei
 
Hg. Martin Schulz, Abfragedatum 21.11.2017