Philosophie Lexikon der Argumente

 
Zeit: A. Zeit ist eine Dimension, in der Ereignisse angeordnet werden. Zunächst ist damit noch keine Richtung (vorher/nachher) festgelegt. Eine Zeitrichtung kann im Zusammenhang mit dem Zweiten Hauptsatz der Thermodynamik gewonnen werden. Dabei muss jedoch ein globaler Rahmen angenommen werden, innerhalb dessen es eine Zunahme von Entropie gibt. Die Annahme einer zunehmenden Entropie gilt nicht für den Vergleich lokaler Ereignisse. B. Im Fall der subjektiven Zeit ist die Frage der Richtung weniger problematisch. Die empfundene Zeitrichtung wird durch den gelernten Gebrauch der Ausdrücke „vorher“ und „nachher“ ausgedrückt. Siehe auch Zeitpfeil, Zeitreisen, Zeitumkehr, Symmetrien, Dauer, Raumzeit, Relativitätstheorie, Vierdimensionalismus, Weltlinien.

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Anmerkung: Die obigen Begriffscharakterisierungen verstehen sich weder als Definitionen noch als erschöpfende Problemdarstellungen. Sie sollen lediglich den Zugang zu den unten angefügten Quellen erleichtern. - Lexikon der Argumente.

 
Autor/Titel Begriff Exzerpt Metadaten

 
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Pagel I 72f
Zeit/Lacan: Futurum exactum: "Es wird gewesen sein". Lacan: Vollendete Zukunft: hier akzentuiert die sich im Subjekt verwirklichende Geschichtlichkeit. (Unabschließbare Vollendung des immer schon gewesen sein wird.) ((s) > Beckett "Glückliche Tage").
I 123
Zeit/Lacan: wird verräumlicht als Produkt von Arbeit. (LacanVs). Das schafft die Illusion, als werde in diesem Raum eine bereits vorhandene Wahrheit gefunden.
I 127
Zeit/Unbewusstes: "Antizipierte Nachträglichkeit: "es wird gewesen sein."
"Logische Zeit"/Lacan: in der Übertragung erscheint unbemerkt etwas Vergangenes. Der Analytiker markiert die Öffnung.
I 133
Sprache/Lacan: Lässt im "Zeichen" das unmittelbar Präsente verschwinden.
I 134
Wiederkehr aus der Zukunft: Das Verdrängte kehrt nicht aus der Vergangenheit wieder, sondern aus der Zukunft.

"Antizipierte Nachträglichkeit"/Lacan: hier wird nicht die abgeschlossene Vergangenheit verwirklicht, auch nicht das Perfekt im Sinne einer schon vollendeten Gegenwart, sondern die zweite Zukunft dessen, was " es für das gewesen sein, was zu werden es im Begriff steht."


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Zeichenerklärung: Römische Ziffern geben die Quelle an, arabische Ziffern die Seitenzahl. Die entsprechenden Titel sind rechts unter Metadaten angegeben. ((s)…): Kommentar des Einsenders.

Lacan I
Gerda Pagel
Jacques Lacan zur Einführung Hamburg 1989

> Gegenargumente gegen Lacan
> Gegenargumente zu Zeit ...

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Hg. Martin Schulz, Abfragedatum 24.09.2017