Philosophie Lexikon der Argumente

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Objektivität: Eine Eigenschaft von Feststellungen über Sachverhalte. Dabei wird davon ausgegangen, dass die dem Sachverhalt zugeschriebenen Eigenschaften durch den Sachverhalt bestimmt werden und nicht oder möglichst wenig beeinflusst durch die zuschreibende Person. Zur Feststellung, ob diese Forderung erfüllt ist, gehört die Berücksichtigung der Methoden des Zugangs zu Informationen. Damit wird über den betrachteten Sachverhalt hinausgegangen.
 
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Hacking I 202
Lakatos/Hacking: worum geht es ihm überhaupt? Er will einen Ersatz für Wahrheit ausfindig machen. Radikaler als Putnam. Kein wiedergeborener Pragmatist. Steht in Hegelscher Tradition, keine Korrespondenz.
Aber trotzdem schätzt er wie Peirce eine wissenschaftliche Objektivität, die Hegel bestritt.
I 204
Objektivität/Wissen/Lakatos: nur im Nachhinein! Der einzige feste Punkt ist, dass das Wissen zunimmt. Seine Philosophie lässt die Darstellungsproblematik außer Acht.
Lakatos These: wir können unabhängig von unseren Ansichten über Wahrheit und "Realität" einfach sehen, dass das Wissen wächst.
I 205
HackingVsLakatos: es gibt nichts, was im Laufe der Jahrhunderte stetiger und kräftiger zugenommen hat als die Kommentare zum Talmud. Diese Kommentare bilden die am meisten durchdachten Texte, die wir überhaupt kennen! Sie sind weit besser durchdacht als so ziemlich alle Texte der wissenschaftlichen Literatur. Ist das eine rationale Tätigkeit nach Lakatos?

Laka I
I. Lakatos
The Methodology of Scientific Research Programmes: Volume 1: Philosophical Papers (Philosophical Papers (Cambridge)) Cambridge 1980

> Gegenargumente gegen Lakatos
> Gegenargumente zu Objektivität



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Hg. Martin Schulz, Abfragedatum 27.05.2017