Philosophie Lexikon der Argumente

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Unendlichkeit, Unendliches, Philosophie: Resultat einer nicht abbrechenden Prozedur, z.B. des Zählens oder Teilens, oder z.B. die fortgesetzte Beschreibung einer Kreisbewegung. In lebensweltlichen Zusammenhängen sind unendlich fortgesetzte Prozesse wie z.B. unendliche Wiederholung oder niemals beendetes Abwarten zumindest logisch nicht widersprüchlich. Eine Bildungsvorschrift muss nicht existieren damit sich eine unendliche Fortsetzung ergibt wie z.B. bei der Entwicklung der Nachkommastellen von reellen Zahlen. Siehe auch Grenzen, Unendlichkeitsaxiom, Wiederholung, Finitismus, Zahlen, Komplex/Komplexität.

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Anmerkung: Die obigen Begriffscharakterisierungen verstehen sich weder als Definitionen noch als erschöpfende Problemdarstellungen. Sie sollen lediglich den Zugang zu den unten angefügten Quellen erleichtern. - Lexikon der Argumente.

 
Autor/Titel Begriff Zusammenfassung Metadaten

 
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Holz 63
Endlich/unendlich/Leibniz: die Menge der möglichen Gegenstände der Erfahrung muss als unendlich angenommen werden, weil es sonst einen Vernunftgrund geben müsste, warum diese nicht unendlich sein sollten, und den kann es nicht geben.
I 64
Sprache/unendlich/endlich/Aussage/Tatsache/Leibniz: also muss es eine unendliche Menge von Tatsachen und entsprechend eine unendliche Menge von Aussagen geben! (Tatsachenwahrheiten). Ein endlicher Verstand ist allerdings unfähig, diese auf eine endliche Menge identischer Sätze zu reduzieren.
Man besitzt niemals einen (vollen) Beweis, obwohl es immer einen Grund für die Wahrheit gibt! Dieser Grund kann allein von Gott voll eingesehen werden.
I 73/74
Unendlich/Konstruktion/Leibniz: den Gesamtzusammenhang in einer unendlichen Menge macht Leibniz für den endlichen Verstand konstruierbar wie das mathematisch Unendliche, als Grenzbegriff in einer infinitesimalen Konstruktionsmethode.
Grenze/Leibniz/Holz: jeder endliche Verstand hat nur die Erkenntnis von einem begrenzten Ausschnitt, aber eben damit auch die Erkenntnis, dass eine Grenze und mit ihr eine jenseits dieser Grenze weitergehende Welt existiert.
Holz: die Überschreitbarkeit ist eine apriorische Bestimmung von "Grenzen". (Holz I 155 Helmuth Plessner: "Materiales Apriori": die Grenze ist ein materiales Bestimmungsmoment jedes endlichen Seienden.)


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Zeichenerklärung: Römische Ziffern geben die Quelle an, arabische Ziffern die Seitenzahl. Die entsprechenden Titel sind rechts unter Metadaten angegeben. ((s)…): Kommentar des Einsenders.

Lei II
G. W. Leibniz
Philosophical Texts (Oxford Philosophical Texts) Oxford 1998

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Hg. Martin Schulz, Abfragedatum 23.11.2017