Philosophie Lexikon der Argumente

 
Gebrauch, Philosophie: Wörter werden gebraucht, um etwas zu erwähnen. Die Unterscheidung Gebrauch/Erwähnung ist in der Sprachphilosophie wichtig, weil Wörter oder Sätze wiederum erwähnt werden können, wie im Zitat oder einer Korrektur. Innerhalb logischer Formeln werden Teile gebraucht, andere erwähnt. Siehe auch Erwähnung, Gebrauchstheorie, Bedeutung, Bedeutungstheorie, Sprache, Anführungszeichen, Anführung, Quasi-Anführung, Objektsprache, Metasprache.

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Anmerkung: Die obigen Begriffscharakterisierungen verstehen sich weder als Definitionen noch als erschöpfende Problemdarstellungen. Sie sollen lediglich den Zugang zu den unten angefügten Quellen erleichtern. - Lexikon der Argumente.

 
Autor/Titel Begriff Exzerpt Metadaten

 
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I 72
Gebrauch/Stabilisierungsfunktion/Millikan: Frage: warum haben Wörter eine Stabilisierungsfunktion und eine Standardisierungsfunktion?
Def genetischer Typ/Millikan: brauchen wir, wenn wir Wörter nur wegen ihrer Zugehörigkeit zu Familien (rfF) klassifizieren. So zählen Tokens dann als „dasselbe Wort“.
Funktion: das ist keine Referenz auf eine Funktion: das zeigt Bsp Papagei.
Bsp ein Marsmensch, der zufällig ein Wort äußert, das ein Franzose in der Situation gebrauchen würde, äußert deshalb noch kein französisches Wort, sondern ein marsianisches.
Sprache/Davidson/Millikan: ist genauso schwer zu bestimmen wie Propositionen. (Quine: dito in Word and Objet).
Gleichheit/Definition/Davidson: Sprachen sind identisch, wenn identische Sätze identische Propositionen ausdrücken.
I 73
Identität/Gleichheit/Wörter/Propositionen/Sätze/Millikan: dabei geht es um Geschichte des Gebrauchs, nicht um Form oder Funktion.
Form/Funktion/Millikan: können relevant sein für untergeordnete Lexikoneinträge, so werden Typen, die übergeordneten Einträgen korrespondieren, durch Familie und Form im Einklang mit modernem Gebrauch unterteilt.
Funktion: außerdem Unterteilung in „Verb“, „Nomen“ usw.
Def Niedrigste Typen/Lexikoneinträge: Einträge werden auch danach befragt, ob sie „denselben Sinn“ haben. Das ist aber nicht Fregescher Sinn!
Stabilisierungsfunktion/SF/Millikan: einige Lexikon-Sinne sind aber nicht durch aktuale Funktionen unterschieden, sondern die niedrigsten Typen sind klassifiziert durch unabhängige Stabilisierungsfunktionen der Tokens! Und damit korrespondieren sie Zweigen der Familie.
Jede dieser Stabilisierungsfunktionen kann für die weitere Überlieferung von Tokens des Worts sorgen. Es gibt übereinandergeschichtete Stabilisierungsfunktionen,
I 74
einige rühren aus früheren Zeiten des Gebrauchs, andere aus näheren.
Bedeutung/Wortbedeutung/Millikan: ist daher unterteilt in historisch frühere und spätere Bedeutungen.
I 77
Gebrauch/Geschichte/Sprache/Millikan: die Geschichte des Gebrauchs ist oft nicht zu dokumentieren.
Geschichte: hier kann es um zeitlich nähere oder entferntere Stabilisierungsfunktionen gehen.
Bsp „Du wirst weitergehen zu...“ ist das Indikativ oder Imperativ?
Stabilisierungsfunktion/Millikan: ist Teil der öffentlichen Bedeutung. Nur durch SF kann man Wortbedeutung und Sprecherbedeutung unterscheiden.
I 152
Gebrauch/Wortgebrauch/Evolution/Millikan: Programme zur Wiederholung von Wörtern haben überlebt, weil sie zu konsistenten Mengen von Überzeugungen geführt haben. Die Programme passieren den Tester nur, wenn sie in Übereinstimmung mit einer Normalen Erklärung funktionieren.
Intentionales Icon: wenn sie den Test passiert haben, sind solche Tokens Elementen von intentionalen Icons, mit direktem Fregeschen Sinn.
Abgeleitete Eigenfunktion: hat ein Wort, wenn ich es zum ersten Mal höre. Es wird ein innerer Term. Mit der Zeit wird dieser zu einem intentionalen Icon.


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Zeichenerklärung: Römische Ziffern geben die Quelle an, arabische Ziffern die Seitenzahl. Die entsprechenden Titel sind rechts unter Metadaten angegeben. ((s)…): Kommentar des Einsenders.

Millk I
R. G. Millikan
Language, Thought, and Other Biological Categories: New Foundations for Realism Cambridge 1987

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Hg. Martin Schulz, Abfragedatum 20.09.2017