Philosophie Lexikon der Argumente

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I 5
Glauben/Wünsche/Intention/Millikan: können ohne Referenz auf Sprache erklärt werden.

I 61
Intention/Grice/Millikan: es gibt ein Argument, dass sogar dem normalen Sprachgebrauch unendlich verschlungene Intentionen unterliegen. Bsp Imperativ. „Tue A!“:
Bsp Hörer: wenn der Hörer glaubte, dass der Sprecher das nicht intendiert, würde er A nicht tun. Daher, wenn der Hörer H mit Sprecher S übereinstimmt, muss er glauben, da S intendiert, dass H A tun soll.
Sprecher: wenn S erwartete, dass H glaubt, dass S gar nicht intendiert, dass er A tun soll, dann könnte er gar nicht rational intendieren, dass H A tun sollte.
MillikanVs: das Argument ist falsch. Es folgt nicht aus der Tatsache, dass eine Überzeugung P inkompatibel mit einer Handlung wäre, dass man dann, wenn man die Handlung ausführt, deswegen glauben müsste, dass nicht-P.
Bsp wenn ich glaubte, dass Jack the Ripper unter meinem Bett wäre, würde ich nicht hineinplumpsen und sofort einschlafen. Aber daraus, dass ich hineinplumpse und sofort einschlafe, folgt nicht, dass ich glaube, dass Jack nicht unterm Bett ist.
Lösung: es kann sein, dass ich nie von Jack The Ripper gehört habe.
Normalität//Millikan: daraus, dass in Normalen Fällen Übereinstimmung herrscht, kann ich nicht folgern, dass Übereinstimmung intendiert ist.
I 62
Aber dass ein Argument falsch ist zeigt nicht, dass seine Konklusion falsch ist!
Überzeugung/Millikan: wir müssen hier zwischen Haben und Gebrauchen unterscheiden.
Außerdem gibt es noch eine Unterscheidung zwischen dem
a) Haben von Überzeugungen und
b) Dem bloßen Haben von Eigenfunktionen bzw. Normalen Bedingungen für eine Handlung.


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Zeichenerklärung: Römische Ziffern geben die Quelle an, arabische Ziffern die Seitenzahl. Die entsprechenden Titel sind rechts unter Metadaten angegeben. ((s)…): Kommentar des Einsenders.

Millk I
R. G. Millikan
Language, Thought, and Other Biological Categories: New Foundations for Realism Cambridge 1987

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Hg. Martin Schulz, Abfragedatum 22.11.2017