Philosophie Lexikon der Argumente

 
Intentionalität: Die Fähigkeit von Menschen und höheren Tieren, sich auf Gegebenheiten wie Dinge und Zustände zu beziehen und darauf zu reagieren. Begriffe, Wörter und Sätze beziehen sich auch auf etwas, haben aber keine Intentionalität. Dieses sprachliche Sichbeziehen nennt man stattdessen Referenz.

_____________
Anmerkung: Die obigen Begriffscharakterisierungen verstehen sich weder als Definitionen noch als erschöpfende Problemdarstellungen. Sie sollen lediglich den Zugang zu den unten angefügten Quellen erleichtern. - Lexikon der Argumente.

 
Autor/Titel Begriff Exzerpt Metadaten

 
Bücher bei Amazon
I 13
Intentionalität/über/aboutness/MillikanVsTradition: Intentionalität ist nicht transparent: viele Vorgänge, die „über“ etwas sind, sind für ihre Benutzer nicht bewusst.
Bsp von Frisch wusste worüber ein Bienentanz ist, die Bienen wissen es nicht. Bienen reagieren bloß angemessen auf Bienentänze.
Gedanke: erfordert, dass der Referent identifiziert ist.
I 93
Intentionalität/Millikan: These: Intentionalität ist auf externe natürliche Relationen gegründet.
Relation: diese Relationen sind Normale Relationen bzw. Eigenrelationen.
Normalität: ist erklärt durch die Evolution.
„Im Kopf“: nichts was im Kopf ist, zeigt „von sich aus“ Bewusstsein oder Intentionalität.
1. Nichts was man an einer einzelnen Person beobachten könnte, (Dispositionen oder neuronale Muster) wird die intentionale Natur enthalten, geschweige denn repräsentationalen Inhalt.
2. Daher haben wir selbst kein a priori Wissen davon, was wir meinen.
I 244
Intentionalität/Millikan: denken-von (denken-über) erfordert eine Identifikation des values.
I 245
Intentionalität/Millikan: drei Fragen müssen auseinandergehalten werden:
1. was ist es für einen Gedanken, über einen Gegenstand zu sein?
2. was ist es für eine Person, den Gegenstand des Gedankens zu erfassen?
3. was für einen Test gibt es, ob ein Gegenstand der ist, für den man ihn hält?
I 250
Intentionalität/MillikanVsRealismus/Millikan: Lösung: es kann einfache Gedanken von komplexen Gegenständen geben. Außerdem erlaubt meine Theorie, dass man weiß was man denkt, während man die Komplexität seines Denkens erst entdeckt.
Intension/Millikan: meine Theorie verwechselt Intentionalität auch nicht mit dem Haben von unterscheidenden Intensionen. D.h. ein Begriff kann sich mit der Zeit wandeln, ohne dass man die Spur des Dings verliert, um das es geht. (>Begriffswandel, >Bedeutungswandel).


_____________
Zeichenerklärung: Römische Ziffern geben die Quelle an, arabische Ziffern die Seitenzahl. Die entsprechenden Titel sind rechts unter Metadaten angegeben. ((s)…): Kommentar des Einsenders.

Millk I
R. G. Millikan
Language, Thought, and Other Biological Categories: New Foundations for Realism Cambridge 1987

> Gegenargumente gegen Millikan
> Gegenargumente zu Intentionalität

Autoren A   B   C   D   E   F   G   H   I   J   K   L   M   N   O   P   Q   R   S   T   U   V   W   Z  


Begriffe A   B   C   D   E   F   G   H   I   J   K   L   M   N   O   P   Q   R   S   T   U   V   W   Z  



> Eigenen Beitrag vorschlagen | > Haben Sie einen Fehler entdeckt? | > Export als BibTeX Datei
 
Hg. Martin Schulz, Abfragedatum 25.09.2017