Philosophie Lexikon der Argumente

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Kontext/Kontextabhängigkeit: Sätze, Wörter und Texte sind in verschiedenem Maße von der Ergänzung durch zusätzliche Angaben zur Beseitigung von Mehrdeutigkeiten abhängig. Insbesondere führt der Gebrauch von Indexwörtern wie „hier“, „jetzt“, aber auch von Pronomina wie „mein“ zu Unbestimmtheiten der Referenz. Die zusätzlichen Angaben können evtl. aus einer schon vorhandenen Informationsmenge entnommen werden, wobei die zu untersuchenden Sätze, Wörter oder Texte eine Teilmenge dieser umfassenderen Menge bilden. Eine solche schon an anderem Ort vorhandene umfassendere Informationsmenge wird Kontext genannt. Siehe auch Abhängigkeit, Ambiguität, Unbestimmtheit, Entdeckung.

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Anmerkung: Die obigen Begriffscharakterisierungen verstehen sich weder als Definitionen noch als erschöpfende Problemdarstellungen. Sie sollen lediglich den Zugang zu den unten angefügten Quellen erleichtern. - Lexikon der Argumente.

 
Autor/Titel Begriff Exzerpt Metadaten

 
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I 213
Intentionaler Kontext/sagt, dass/glaubt dass/Glaubenszuschreibung/Millikan:
1. Methode: zu fragen: welche Merkmale der Ausdrücke bei der Übersetzung von direkter in indirekte Rede erhalten bleiben müssen.
Bsp Übersetzung von „John sagte p“ zu „John sagte, dass q“.
Millikan: These: die Regel wird sein, die Referenz zu erhalten, egal welche Ausdruck gebraucht werden müssen.
Problem: wenn ein auch beschreibend funktionierender Ausdruck übersetzt werden muss. Dann muss auch der relationale Sinn bewahrt werden.
I 214
2. Methode: jedes indexikalische Ausdrucks-Token in intentionalen Kontexten sollte gelesen werden als einen verschobenen (d.h. normalen!) angepassten (adaptierten) Referenten aus dem gegenwärtigen Kontext erhält, nicht aus dem ursprünglichen Kontext.


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Zeichenerklärung: Römische Ziffern geben die Quelle an, arabische Ziffern die Seitenzahl. Die entsprechenden Titel sind rechts unter Metadaten angegeben. ((s)…): Kommentar des Einsenders.

Millk I
R. G. Millikan
Language, Thought, and Other Biological Categories: New Foundations for Realism Cambridge 1987

> Gegenargumente gegen Millikan



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Hg. Martin Schulz, Abfragedatum 25.07.2017