Philosophie Lexikon der Argumente

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Ontologie: Die Menge der materiellen oder immateriellen Gegenstände, von denen eine Theorie annimmt, dass sie Aussagen über sie treffen kann. Nach klassischer Logik muss dazu von einer Existenzannahme ausgegangen werden. In anderen Wissensgebieten wird die Frage, ob z.B. Relationen wirklich existieren oder bloß gedankliche Konstrukte sind, nicht immer als entscheidend angesehen, solange man damit arbeiten kann. Immaterielle Gegenstände sind z.B. sprachliche Strukturen in der Linguistik. Siehe auch Existenz, Mathematische Entitäten, Theoretische Entitäten, Theoretische Termini, Realität, Metaphysik, Wirklichkeit, Semantic Web.

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Anmerkung: Die obigen Begriffscharakterisierungen verstehen sich weder als Definitionen noch als erschöpfende Problemdarstellungen. Sie sollen lediglich den Zugang zu den unten angefügten Quellen erleichtern. - Lexikon der Argumente.

 
Autor/Titel Begriff Zusammenfassung Metadaten

 
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I 13
Ontologie/Millikan: uns interessiert, welche allgemeine Struktur die Welt haben muss, damit Subjekt-Prädikat-Sätze, Negation usw. auf die abgebildet werden können.
Realismus/Millikan: richtig verstanden verlangt der Realismus nicht, dass die Welt dafür „richtig aufgeteilt“ sein muss.
I 109
Ontologie/Millikan: es gibt nicht eine „einzig richtige Beschreibung“ (Artikulation) der Tatsachen.
Lösung: These Strukturen, Mengen möglicher Transformationen statt Dingen mit Eigenschaften. Ähnlich wie die Gruppentheorie der Mathematik, mit der man viele Probleme ähnlicher Art gelöst hat.
Substanz/Eigenschaften/Millikan: These „Substanz“ und „Eigenschaften“ sind Kategorien, die relativ zueinander ausgeschnitten sind und relativ zur Operation der Negation. Sie schließen einander nicht gegenseitig aus.
Eigenschaften/Millikan: sind variante Elemente von Tatsachen, empfänglich für Negation.
Substanzen/Millikan: sind ebenfalls variabel, aber relativ auf andere Transformationen.
I 255
Ontologie/Kategorie/Millikan: zu erfassen, dass ein Ding in eine ontologische Kategorie fällt heißt nicht, eine innere Repräsentation zu haben, sondern einen reicheren Begriff.
Klassifikation/Millikan. ihre Funktion ist es, einen Begriff zu ändern, nicht die Welt zu repräsentieren.
Kategorie/Millikan: andererseits bilden viele unserer Wörter, die Kategorien ausdrücken, auch die Welt ab.
Bsp zu wissen, dass ein Ding ein Mineral ist, macht es möglich, bestimmte Fragen zu stellen.
Zu wissen, dass ein Ding unter eine Kategorie fällt, ist keine Repräsentation, Bsp „Gold ist ein Chemisches Element“ ist keine innere Repräsentation.
I 258
Identität/Ontologie/Millikan: wenn ich Recht habe, ist die Ontologie der Identität so, dass wir objektive Selbigkeit in der Welt entdecken können d.h. zu wissen, wenn wir etwas korrekt identifizieren.
Damit können wir die Paradoxien des Verifikationismus, des Phänomenalismus und des Idealismus hinter uns lassen. ((s) Paradoxien, die aus der Annahme nur momentaner Existenz bzw. nur geistiger Existenz oder nur momentaner Wahrnehmung entstehen).
Realismus/Millikan. wir gelangen damit zu einem vollentwickelten Realismus (nicht dem klassischen Realismus. Siehe Realismus/Millikan.).


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Zeichenerklärung: Römische Ziffern geben die Quelle an, arabische Ziffern die Seitenzahl. Die entsprechenden Titel sind rechts unter Metadaten angegeben. ((s)…): Kommentar des Einsenders.

Millk I
R. G. Millikan
Language, Thought, and Other Biological Categories: New Foundations for Realism Cambridge 1987

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Hg. Martin Schulz, Abfragedatum 24.10.2017