Philosophie Lexikon der Argumente

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Teile, Philosophie: Im Gegensatz zu Elementen einer Menge können Teile eines Ganzen in hierarchischen Relationen stehen. Es kann Abhängigkeiten, insbesondere ontologische Abhängigkeiten zwischen Teilen und Ganzem sowie zwischen Teilen eines Ganzen untereinander bestehen, weil Teile unter Umständen nicht existieren können, wenn ein fraglicher Teil nicht existiert. Siehe auch Extrinsisches, Transitivität, Reflexivität, Symmetrie, Mereologie, Mengenlehre, Elemente, Ordnung, Überlappung.

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Anmerkung: Die obigen Begriffscharakterisierungen verstehen sich weder als Definitionen noch als erschöpfende Problemdarstellungen. Sie sollen lediglich den Zugang zu den unten angefügten Quellen erleichtern. - Lexikon der Argumente.

 
Autor/Titel Begriff Zusammenfassung Metadaten

 
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I 283
Zeitlicher Teil/Millikan: sei ein momentaner oder fast momentaner dreidimensionaler Gegenstand.
I 284
Analog dazu kann man ein Objekt in Zeitscheiben aufteilen.
Genau wie bei räumlichen Teilen können zwei zeitliche Teile eines ganzen nie identisch sein. Sonst könnten sie nicht unterschieden werden.
Identität/Selbstidentität/Einheit/Einheitlichkeit/Millikan: um identisch mit sich selbst zu sein, muss ein Ding niemals irgendein Prinzip der Einheitlichkeit exemplifizieren. Bsp auch eine sehr locker zusammengehaltene Schafherde ist immer diese Herde selbst.
zeitliche Identität: spielt auch gar keine Rolle bei der Frage nach Selbstidentität: Niemand glaubt, dass ein Objektzustand zu t1 derselbe wäre wie zu t2.
Einheit/Gegenstand/Ding/Millikan: dennoch brauchen wir Prinzipien der Einheitlichkeit, um Objekte als solche ansprechen zu können. Also gehe um die Frage, welche Relation Zustände S1 und S2 haben müssen, um als Zustände desselben Dings gelten zu können.
I 285
Identität/Einheit/Millikan. so scheinen fragen über die Identität eines Dings letztlich doch nicht von Fragen der Prinzipien der Einheitlichkeit zu trennen zu sein.
Problem: es gibt oft verschiedene Weisen, Teile zu einem Ganzen zusammenzufassen. Hier müssen wir fragen, zu welcher Kategorie das Ganze gehören soll.
Selbstidentität/Selbigkeit/Millikan: erscheint dann relativ zur Kategorie, zu der ein Ding gehören soll.
Problem: ist die Wasserfläche S1 ein Teil derselben Wassermasse wie Wasserfläche S2? Solche Fragen sind nicht völlig bestimmt. Wir brauchen Prinzipien, um Teile zusammenzufassen. Die Relationen zwischen den Teilen können auch mehr oder weniger lose sein.
I 286
Und das hat wieder nichts mit der Identität des Ganzen zu tun!
Ganzes: kann auch durch eine bloße Liste angegeben worden sein. Damit würde das ganze identifiziert, ohne dass die Relationen der Teile überhaupt erwähnt worden wären. Und die Selbstidentität des Ganzen wäre auch überhaupt nicht abhängig von der Festigkeit des Zusammenhalts der Teile.
Zeitlich/räumlich: soweit scheint die Analogie zwischen zeitlichen und räumlichen Teilen zu tragen.


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Zeichenerklärung: Römische Ziffern geben die Quelle an, arabische Ziffern die Seitenzahl. Die entsprechenden Titel sind rechts unter Metadaten angegeben. ((s)…): Kommentar des Einsenders.

Millk I
R. G. Millikan
Language, Thought, and Other Biological Categories: New Foundations for Realism Cambridge 1987

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Hg. Martin Schulz, Abfragedatum 25.11.2017