Philosophie Lexikon der Argumente

 
Verifikation, Philosophie: Feststellen des Wahrheitswertes („wahr“ oder „falsch“) von Aussagen, die sich auf Beobachtbares beziehen. Die für die Verifikation zulässigen Mittel werden von der Theorie festgelegt, zu der die Aussage gehört. Siehe auch Verifikationismus, Bestätigung, Gewissheit, Empirismus, Fundierung, Beweise, Manifestation, Verstehen, Verallgemeinerung.

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Anmerkung: Die obigen Begriffscharakterisierungen verstehen sich weder als Definitionen noch als erschöpfende Problemdarstellungen. Sie sollen lediglich den Zugang zu den unten angefügten Quellen erleichtern. - Lexikon der Argumente.

 
Autor/Titel Begriff Exzerpt Metadaten

 
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I 297
Verifikation/Überprüfung/Erkenntnis/Erkenntnistheorie/Realismus/Naturalismus/Millikan: unser Problem der Erkenntnis von Identitäten ist ein anderes als das gewöhnliche Erkenntnisproblem der Realisten.
Bei uns geht es nicht darum, dass es einen inneren Test für die korrekte Abbildung der Welt gibt. Wir müssen nur zeigen, dass es Tests geben kann, die
I 298
festlegen, ob Begriffe, wenn sie unter Normalen Bedingungen angewendet werden, abbildende Sätze hervorbringen.
Korrespondenz/Kohärenz/Tradition/Millikan: für die Tradition muss es Kohärenz sein, wenn Korrespondenz nicht das richtige ist.
Test/Millikan: Bsp das Herz kann nur zusammen mit Nieren getestet werden.
Sprache/Bedeutung/Referenz/Welt/Realität/Abbildung/Millikan: wir versuchen nur zu verstehen, wie es einen Test geben kann, der in dieser unserer Welt historisch auf menschliche Begriffe angewendet wurde, und dessen Resultate mit der Welt korreliert sind aus Gründen, die wir angeben können.
Problem: wir sind hier stärker gehandicapt als der Realismus.
I 299
Es geht um die Möglichkeit von Bedeutungshaftigkeit und Intentionalität überhaupt.

Holismus/MillikanVsHolismus: der epistemische Holismus ist falsch.
Stattdessen wäre ein Test auf Nichtwiderspruch, wenn er nur auf eine kleine Gruppe von Begriffen angewendet wird, ein relativ effektiver Test für die Adäquatheit von Begriffen.

I 312
Begriff/Gesetz/Theorie/Test/Überprüfung/Millikan: wenn ein Begriff in einem Gesetz vorkommt ist es notwendig,
I 313
ihn zusammen mit anderen Begriffen zu testen. Verknüpft sind diese Begriffe nach gewissen Schlussregeln.
Begriff/Millikan: dass Begriffe aus Intensionen bestehen, sind es die Intensionen, die getestet werden müssen.
Test: heißt aber nicht, dass das Vorkommen von Sinnesdaten vorausgesagt würde. (MillikanVsQuine).
I 317
Theorie/Überprüfung/Test/MillikanVsQuine/Millikan: ist es wirklich wahr, dass alle Begriffe zusammen getestet werden müssen?
Tradition: sagt, dass nicht nur einige, sondern die meisten unserer Begriffe nicht von Dingen sind, die wir direkt beobachten sondern von anderen Dingen.
Test/logische Form/Millikan: wenn es ein Ding A gibt, ds identifiziert wird, indem Effekte auf B und C beobachtet werden, wird dann nicht die Gültigkeit der Begriffe von B und C zusammen mit der Theorie, die die beobachteten Effekte auf den Einfluss von A zurückführt, zusammen mit dem Begriff von A getestet?
Millikan. Nein!
Aus der Tatsache, dass meine Intension von A auf Intensionen von B und C zurückgeht folgt nicht, dass die Gültigkeit der Begriffe, die B und C regieren, getestet wird, wenn der Begriff, der A regiert, getestet wird und umgekehrt auch nicht.
Und zwar folgt es nicht, wenn A eine bestimmte Kennzeichnung ist Bsp „der erste Präsident der USA“ und es folgt auch nicht, wenn die explizite Intension von A etwas kausal Abhängiges repräsentiert Bsp „das Quecksilber in dem Thermometer hier stieg auf die Marke 70“ als Intension für „die Temperatur betrug 70 Grad“.
I 318
Begriff/Millikan; Begriffe sind Fähigkeiten – und zwar die Fähigkeit etwas als selbstidentisch zu erkennen.
Test/Überprüfung: die Überprüfungen der Gültigkeit meiner Begriffe sind ganz unabhängig voneinander: Bsp meine Fähigkeit, einen guten Kuchen zu machen ist ganz unabhängig von meiner Fähigkeit Eier zu zerschlagen, auch wenn ich Eier zerschlagen muss, um den Kuchen zu machen.
I 320
Test/Überprüfung/Theorie/Millikan: dass ein Test funktioniert kann oft gewusst werden unabhängig davon zu wissen, wie er funktioniert.


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Zeichenerklärung: Römische Ziffern geben die Quelle an, arabische Ziffern die Seitenzahl. Die entsprechenden Titel sind rechts unter Metadaten angegeben. ((s)…): Kommentar des Einsenders.

Millk I
R. G. Millikan
Language, Thought, and Other Biological Categories: New Foundations for Realism Cambridge 1987

> Gegenargumente gegen Millikan
> Gegenargumente zu Verifikation

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Hg. Martin Schulz, Abfragedatum 19.09.2017