Philosophie Lexikon der Argumente

 
Leben: Als lebendig werden Systeme beschrieben, die zumindest über folgende Merkmale verfügen Stoffwechsel, Energieaufnahme und -Abgabe, Fortpflanzungsfähigkeit, Anpassung an Umweltveränderungen bei Wahrung der eigenen Stabilität des Systems. Siehe auch Systeme, Körper.

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Anmerkung: Die obigen Begriffscharakterisierungen verstehen sich weder als Definitionen noch als erschöpfende Problemdarstellungen. Sie sollen lediglich den Zugang zu den unten angefügten Quellen erleichtern. - Lexikon der Argumente.

 
Autor/Titel Begriff Exzerpt Metadaten

 
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I 9
Zufall/Notwendigkeit/Leben/Individuum/Monod/Eigen: das Individuum verdankt sein Leben einer Kette von konservierten Zufällen.
Notwendig ist nur der Mechanismus der makroskopischen Äußerung dieser "mikroskopischen" Zufälle.
I 27
Leben/Monod: Teleonomie (übergeordneter Zweck) ist für eine Definition notwendig, aber nicht hinreichend.
Man brauchte ein Programm, das nicht nur das vorliegende Objekt, sondern auch seinen Ursprung, Geschichte und Aufbau untersucht.
Leben verdankt fast nichts der Einwirkung äußerer Kräfte! Seine Struktur beweist eine klare Selbstbestimmung, die eine quasi "totale Freiheit" gegenüber äußeren Kräften und Bedingungen einschließt.
Aufgrund dieses Kriteriums wären nun aber die Kristalle bei den Lebewesen einzuordnen!
I 31
Leben/Monod: bis jetzt drei Kriterien:
1. Teleonomie (Proteine)
2. autonome Morphogenese
3. reproduktive Invarianz. (Nukleinsäuren)
I 32.
Aber die drei haben nicht den gleichen Status: Während T und I tatsächlich charakteristische "Eigenschaften" der Lebewesen sind, muss der spontane Aufbau eher als ein Mechanismus betrachtet werden.
I 98
Leben/Monod: 1. Alle Lebewesen setzen sich ausnahmslos aus den gleichen beiden Hauptklassen von Makromolekülen zusammen aus Proteinen und Nukleinsäuren.
Proteine: setzen sich aus zwanzig Aminosäuren zusammen
Nukleinsäuren: aus vier Arten von Nukleotiden.
2. Die gleichen Reaktionsfolgen werden bei allen Lebewesen für die gleichen wesentlichen chemischen Operationen benutzt. Mobilisierung und Reservenbildung des chemischen Potentials und Biosynthese der Zellbestandteile.
Unterschiede: Stickstoffausscheidung bei Säugetieren über Harnstoff bei Vögeln über Harnsäure.


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Zeichenerklärung: Römische Ziffern geben die Quelle an, arabische Ziffern die Seitenzahl. Die entsprechenden Titel sind rechts unter Metadaten angegeben. ((s)…): Kommentar des Einsenders.

Mon I
J. Monod
Zufall und Notwendigkeit Hamburg 1982

> Gegenargumente gegen Monod

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Hg. Martin Schulz, Abfragedatum 22.09.2017