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Kausalität: die Relation zwischen zwei (getrennten) Entitäten, wobei eine Zustandsveränderung der einen Entität bewirkt, dass der Zustand der anderen Entität sich ändert. Heutzutage wird angenommen, dass eine Energieübertragung entscheidend dafür ist, dass man von einem Kausalzusammenhang sprechen kann.
D. Hume leugnete als erster konsequent die Beobachtbarkeit von Ursache und Wirkung. (David Hume Eine Untersuchung über den menschlichen Verstand, Hamburg 1993, S. 95).


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Anmerkung: Die obigen Begriffscharakterisierungen verstehen sich weder als Definitionen noch als erschöpfende Problemdarstellungen. Sie sollen lediglich den Zugang zu den unten angefügten Quellen erleichtern. - Lexikon der Argumente.

 
Autor/Titel Begriff Zusammenfassung Metadaten
Danto III 120
Kausalität/Nietzsche/Danto. Da es für Nietzsche keine Gegenstände gibt, ist auch der Kausalitätsbegriff ((s) für den getrennte Gegenstände angenommen werden müssen) eine Fiktion. Für Nietzsche steht in Wahrheit ein Kontinuum vor uns. (F. Nietzsche, Die fröhliche Wissenschaft, KGW V, 2. S. 151).
Danto III 135
Kausalität/Nietzsche/Danto: Die kausale Notwendigkeit ist „kein Tatbestand, sondern eine Interpretation.“ ((F. Nietzsche Nachlass, Berlin, 1999, S. 540). Es stellt sich heraus, dass es auf einer Unterscheidung zwischen Subjekt und Objekt beruht. Wenn wir den Begriff des „Dinges“ und damit des Subjekts und Objekts aufgeben, wird damit unweigerlich unsere Kausalitätskonzeption hinfällig. Glauben wir nicht mehr an das wirkende Subjekt, so fällt auch der Glaube an wirkende Dinge, an Wechselwirkung, Ursache und Wirkung zwischen jenen Phänomenen, die wir Dinge nennen.
Ding an sich/NietzscheVsKant/Nietzsche/Danto: der Gegensatz „Ding an sich“ und „Erscheinung“ ist unhaltbar (…) wie auch die Begriffe „Subjekt“ und „Objekt“ und letztlich auch deren verschiedene Modifikationen z.B. „Materie“, „Geist“ und andere hypothetische Wesen, „Ewigkeit und Unveränderlichkeit des Stoffs“ usw. Wir sind die Stofflichkeit los. ((F. Nietzsche Nachlass, Berlin, 1999, S. 540f).
Danto III 262
Kausalität/Wille/Nietzsche/Danto: nehmen wir mit Nietzsche an, der Wille sei kausal wirksam. Diese Hypothese widerspricht nicht seiner Polemik gegen jene Vorstellung, der Begriff des Willes können zur Erklärung dienen. In einer nicht revidierten Analyse äußert Nietzsche den Gedanken, die Menschen würden die Kausalität auf frischer Tat ertappen, sobald sie hinsichtlich der Wirkungsweise ihres eigenen Willens Introspektion betreiben. Dann müsste der Methodische Monismus ((s) Ausdruck von Danto) den Willen als einzige Form der Kausalität ansehen. Doch Nietzsches Konzeption des Willens ist nicht rein psychologisch.
Vielmehr bestimmt er alle wirkende Kraft als Wille zur Macht (F. Nietzsche, Jenseits von Gut und Böse, KGW VI. 2, S. 51). Siehe Macht/Nietzsche, Prozess/Nietzsche, Wille/Nietzsche.


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Zeichenerklärung: Römische Ziffern geben die Quelle an, arabische Ziffern die Seitenzahl. Die entsprechenden Titel sind rechts unter Metadaten angegeben. ((s)…): Kommentar des Einsenders.
Der Hinweis [Autor1]Vs[Autor2] bzw. [Autor]Vs[Begriff] ist eine Hinzufügung des Lexikons der Argumente.

Nie I
Friedrich Nietzsche
Sämtliche Werke: Kritische Studienausgabe Berlin 2009

Nie V
F. Nietzsche
Beyond Good and Evil 2014

Danto I
A. C. Danto
Wege zur Welt München 1999

Danto III
Arthur C. Danto
Nietzsche als Philosoph München 1998

Danto VII
A. C. Danto
The Philosophical Disenfranchisement of Art (Columbia Classics in Philosophy) New York 2005

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