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Platon über Denken - Lexikon der Argumente

Gadamer I 426
Denken/Platon/Gadamer: Platon beschreibt das Denken als ein Inneres Gespräch der Seele mit sich selber(1), und die Unendlichkeit der dialektischen Bemühung, die er von dem Philosophen fordert, ist der Ausdruck der Diskursivität unseres endlichen Ver-
Gadamer I 427
standes. Auch hat Plato im Grunde, so sehr er das „reine Denken“ forderte, stets anerkannt, dass das Medium von Onoma und Logos für das Denken der Sache unentbehrlich bleibt.
Gadamer I 434
Denken/Platon/Gadamer: (...) Platos Forderung, sich über die Namen zu erheben, [setzt] die
Unabhängigkeit des Kosmos der Ideen von der Sprache prinzipiell voraus (...). Sofern aber die Erhebung über die Namen im Blick auf die Idee erfolgt und sich als Dialektik bestimmt, d. h. als das Zusammensehen in die Einheit des Anblicks, als das Heraussehen des Gemeinsamen aus variierenden Erscheinungen, folgt sie damit der natürlichen Richtung, in der sich die Sprache selber bildet.
Die Erhebung über die Namen bedeutet lediglich, dass nicht im Namen selbst die Wahrheit der Sache gelegen ist. Sie bedeutet nicht, dass der Gebrauch von Name und Logos für das Denken entbehrlich wäre.
Vermittlung: Plato hat vielmehr stets anerkannt, dass es dieser Vermittlungen des Denkens
bedarf, wenn sie auch als stets überholbare angesehen werden müssen.
Ideen: Die Idee, das wahre sein der Sache, ist nicht anders erkennbar als im Durchgang durch diese Vermittlungen. >Ideen/Platon.


1. Platon, Sophist., 263 e.


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Zeichenerklärung: Römische Ziffern geben die Quelle an, arabische Ziffern die Seitenzahl. Die entsprechenden Titel sind rechts unter Metadaten angegeben. ((s)…): Kommentar des Einsenders. Übersetzungen: Lexikon der Argumente
Der Hinweis [Autor1]Vs[Autor2] bzw. [Autor]Vs[Begriff] ist eine Hinzufügung des Lexikons der Argumente.

Gadamer I
Hans-Georg Gadamer
Wahrheit und Methode. Grundzüge einer philosophischen Hermeneutik 7. durchgesehene Auflage Tübingen 1960/2010

Gadamer II
H. G. Gadamer
Die Aktualität des Schönen: Kunst als Spiel, Symbol und Fest Stuttgart 1977

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