Philosophie Lexikon der Argumente

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Rationalität, Philosophie: die Fähigkeit eines Wesens, sich aufgrund von Verallgemeinerungen seiner Erfahrungen bewusst einer Situation anzupassen. Es kann dann auch rational sein, etwas Neues lernen zu wollen. Siehe auch System, Ordnung, Kreativität, Entdeckungen, Bewertung, Wiederholung.

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Anmerkung: Die obigen Begriffscharakterisierungen verstehen sich weder als Definitionen noch als erschöpfende Problemdarstellungen. Sie sollen lediglich den Zugang zu den unten angefügten Quellen erleichtern. - Lexikon der Argumente.

 
Autor/Titel Begriff Zusammenfassung Metadaten
I 143
Rationalität/Rawls: unsere Auffassung hier entspricht im Großen und Ganzen dem Standardmodell in der Sozialtheorie (vgl. Amartya Sen, Cellective Choice and Social Welfare, San Francisco, 1970; K. J. Arrow, Social Choice and Individual Values, 2nd. Ed. New York, 1963.)
Der rationale Person/Rawls: sei eine Person sein mit einer kohärenten Menge von Präferenzen zwischen Optionen, die ihr offenstehen. Sie bewertet die Optionen im Hinblick darauf, was ihren Zwecken dient. Sie verfolgt den Plan, der die meisten ihrer Wünsche erfüllt und die größeren Chancen hat, erfolgreich zu sein. Rawls: zusätzlich schließe ich Missgunst aus.
I 145
Anfangszustand einer zu errichtenden Gesellschaft/Rawls: hier müssen wir annehmen, dass die beteiligten Personen einen Sinn für Gerechtigkeit und die Befolgung ihrer Prinzipien haben und dies auch von anderen erwarten können. Sie wissen dann, dass Einigungen nicht vergebens sind.
I 418
Rationalität/Rawls: die Dauer einer rationalen Überlegung ist in Betracht zu ziehen, so dass es irgendwann irrational wird, nach dem besten Plan zu suchen. Es ist rational, einem nur zufriedenstellenden Plan zu folgen, wenn die zu erwartenden Ergebnisse weiterer Abwägung die Nachteile des Zeitverlusts nicht ausgleichen. Damit wird eine gewisse Entscheidungskompetenz einer Person im Hinblick auf ihre eigene Situation bei der Rationalen Entscheidung vorausgesetzt.
I 422
Das Leitprinzip für ein rationales Individuum in der Verfolgung seiner Pläne sollte sein, dass es sich niemals zum Vorwurf wird machen müssen, wie diese Pläne sich am Ende verwirklichen. Als identisches Individuum in der Zeit muss es sagen können, dass es in jedem Moment das getan hat, was eine Abwägung der Gründe erfordert oder zumindest zugelassen hat. (Siehe Charles Fried, An Anatomy of Values, (Cambridge, 1970), pp. 158-169; Th. Nagel The Possibility of Altruism (Oxford, 1970), exp. ch. VIII.)


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Zeichenerklärung: Römische Ziffern geben die Quelle an, arabische Ziffern die Seitenzahl. Die entsprechenden Titel sind rechts unter Metadaten angegeben. ((s)…): Kommentar des Einsenders.
Der Hinweis [Autor1]Vs[Autor2] bzw. [Autor]Vs[Begriff] ist eine Hinzufügung des Lexikons der Argumente.

Rawl I
J. Rawls
A Theory of Justice: Original Edition Oxford 2005

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