Philosophie Lexikon der Argumente

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Präsuppositionen: Stillschweigende Annahmen, die in Äußerungen enthalten sind. Diese Annahmen werden vom Kontext oder von Konventionen nahegelegt. Bsp „Alle meine Kinder schlafen“ setzt voraus, dass ich Kinder habe. (Vgl. A. von Stechow Schritte zur Satzsemantik, ww.sfs.uni-tuebingen.de/~astechow/Aufsaetze/Schritte.pdf (26.06.2006)S. 80).

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Anmerkung: Die obigen Begriffscharakterisierungen verstehen sich weder als Definitionen noch als erschöpfende Problemdarstellungen. Sie sollen lediglich den Zugang zu den unten angefügten Quellen erleichtern. - Lexikon der Argumente.

 
Autor/Titel Begriff Exzerpt Metadaten

 
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Meggle I 300
Präsupposition/Strawson: Def "S setzt S' voraus": Die Wahrheit von S' ist eine notwendige Bedingung der Wahrheit oder Falschheit der Behauptung, dass S.
Bsp "Alle meine Kinder schlafen fest" präsupponiert "Ich habe Kinder".

I 303
David RyninVsStrawson: aus dieser Interpretation folgt paradoxerweise, dass alle vorausgesetzten Behauptungen wahr wären: es sollten gelten: S >S' und ~S > S'; es gilt aber auch: S v ~S. Daraus folgt: S'.
Anders gesagt: (~S' > ~(S v ~S)) > S ist analytisch wahr in einem System zweiwertiger Aussagenlogik.


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Zeichenerklärung: Römische Ziffern geben die Quelle an, arabische Ziffern die Seitenzahl. Die entsprechenden Titel sind rechts unter Metadaten angegeben. ((s)…): Kommentar des Einsenders.

Grice: > Meg I
G. Meggle (Hg)
Handlung, Kommunikation, Bedeutung Frankfurt/M 1979



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Hg. Martin Schulz, Abfragedatum 21.07.2017