Philosophie Lexikon der Argumente

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Religiöser Glaube: Im Gegensatz zu Überzeugungen sind religiöse Einstellungen normalerweise nicht Gegenstand einer Infragestellung. So geht es hier z.B. nicht um die Wahrscheinlichkeit ihres Zutreffens oder die Möglichkeit ihrer Widerlegung. Wenn es auch religiöse Argumentationen gibt, so ist der Glaube selbst nicht argumentativ.

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Anmerkung: Die obigen Begriffscharakterisierungen verstehen sich weder als Definitionen noch als erschöpfende Problemdarstellungen. Sie sollen lediglich den Zugang zu den unten angefügten Quellen erleichtern. - Lexikon der Argumente.

 
Autor/Titel Begriff Exzerpt Metadaten

 
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I 3
Religion/Ethik/P. Singer: These: Ethik ist nicht nur im Kontext einer Religion zugänglich. Sie ist sogar vollständig unabhängig von Religion. (>Euthyphron: „Gut ist, was den Göttern gefällt.“).
P. SingerVsEuthyphron: die Argumentation läuft auf eine Zirkularität hinaus: am Ende ist Gott gut, weil der Gott gefällt. ((s) > Euthyphron/Geach).
Ethik/Kant/P. Singer: Kant lehnte jegliches Selbstinteresse bei der Befolgung ethischer Regeln (Bsp die Vermeidung von Höllenqualen) ab und verlangt, die Gesetze sollten um ihrer selbst befolgt werden.
Religion/Ethik/P. Singer: These: unsere tägliche Beobachtung zeigt, dass ethisches Verhalten keinen Glauben an Himmel und Hölle erfordert und umgekehrt führt ein solcher Glaube nicht immer zu ethischem Verhalten.


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Zeichenerklärung: Römische Ziffern geben die Quelle an, arabische Ziffern die Seitenzahl. Die entsprechenden Titel sind rechts unter Metadaten angegeben. ((s)…): Kommentar des Einsenders.

Sing I
Peter Singer
Practical Ethics (Third Edition) Cambridge 2011

Sing II
P. Singer
The Most Good You Can Do: How Effective Altruism is Changing Ideas About Living Ethically. New Haven 2015

> Gegenargumente gegen Singer



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Hg. Martin Schulz, Abfragedatum 23.07.2017