Philosophie Lexikon der Argumente

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Bewusstsein, Philosophie: Das Erleben von Unterschieden zusammen mit einer Wahlfreiheit im Gegensatz zu rein automatischen Reaktionen. Siehe auch Intentionalität, Identitätstheorie, Fremdpsychisches, Selbstbewusstsein.
 
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Kim Sterelny Primatenwelten in D. Perler/M. Wild (Hg.) Der Geist der Tiere, Frankfurt 2005

Perler I 378
Geist/Tier/Bewusstsein/Repräsentation/Sterelny: was würde zeigen, dass ein Tier eine "Theorie des Geistes" hat?
Heyes/Whiten: vielleicht Fähigkeit zum Rollentausch? Später Vs.
I 379
Premack/Woodruff: Bsp Schimpansin Sarah sortierte Fotos aus, die die Lösung von Problemen zeigten!
HeyesVs: jeder einzelne Fall kann wegerklärt werden.
Methode/Heyes/Sterelny: allerdings ist es wenig sparsam, jede einzelne Leistung "wegzuerklären". Dabei sieht man ein, dass es keine einheitliche "Spielverderber Theorie" gibt.
Gorillas/Byrnes: lernen nicht, indem sie einzelne Bewegungs-"Brocken" lernen, sondern sie erfassen ein Verhaltens Programm.
Imitation/Nachahmung/Sterelny: obwohl es eine Menge anekdotischer Belege über Imitation bei Menschenaffen gibt, ist die experimentelle Beweislage für Nachahmung verblüffend schmal.
I 380
Aber in den positiven Fällen ist es beeindruckend, denn es zeigt die Befähigung eines Beobachters, ein Programm aus motorischen Bewegungen zu extrahieren.
HeyesVs: sie bezweifelt, dass der Begriff eines Verhaltensprogramms unklar ist. Abgrenzung zu Bewegungsreihen oder Verhaltenssequenzen nicht klar.
Sterelny: wir müssten aber etwas empirisch unterscheiden können:
1. Wenn soziales Lernen in ungenauer Nachahmung besteht, sollten verschiedene Individuen nicht die gleichen Irrtümer begehen. Die Irrtümer müssten zufällig auftreten.
2. Nachahmung könnte von anderen Arten sozialen Lernens unterschieden werden, wenn ein Ergebnis auf mehr als einem Weg erreicht werden könnte. Wenn ein Modell gebraucht wird, dann sollte es nicht nur etwas über die Ziele sondern auch über die Mittel enthalten.

Tie I
D. Perler/M. Wild (Hg)
Der Geist der Tiere Frankfurt 2005



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Hg. Martin Schulz, Abfragedatum 28.05.2017