Philosophie Lexikon der Argumente

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Regeln, Philosophie: Beschränkungen eines Auswahlbereichs von Möglichkeiten für Subjekte, Gemeinschaften oder Funktionsträger bzw. allgemein für handelnde Individuen oder Gruppen. Regeln können implizit oder explizit sein und durch Verordnung oder durch gemeinsames Entwickeln gleichberechtigter Teilnehmer z.B. in einem Diskurs etabliert werden. In einem anderen Sinn können Regeln als tatsächliche Regelmäßigkeiten verstanden werden, die durch Beobachtung entdeckt werden können. Diese Regeln können nicht nur im Handeln sondern auch in der Beschaffenheit von Gegenständen wie sprachlichen Strukturen entdeckt werden. Siehe auch Normen, Werte, Regelfolgen, Privatsprache, Sprachregeln, Diskurs, Ethik, Moral, Kognitivismus, Intuitionismus, Gesellschaft, Praxis.
 
Autor/Titel Begriff Exzerpt Metadaten

 
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Thiel I 65
Regeln/Struktur/Mathematik/Thiel: Wir haben in allen Beispielen nicht nur geeignete Regeln gesucht, auf deren Prämissen unsere Daten "passten", vielmehr ist die Anwendung von Regeln erst durch Strukturierung, durch Hereintragen einer ganz bestimmten Struktur der Problemlage und auf sie bezogener Argumentationsmöglichkeiten in die Problembehandlung ermöglicht worden.
Bsp Pythagoreischer Lehrsatz: Hier musste erst das rechtwinklige Dreieck eingefügt werden. Bsp Irrationalität von Wurzel zwei: hier musste die Teilerfremdheit als wesentliche Eigenschaft erkannt werden.

T I
Chr. Thiel
Philosophie und Mathematik Darmstadt 1995

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Hg. Martin Schulz, Abfragedatum 27.05.2017