Philosophie Lexikon der Argumente

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Intuitionismus: A. Der Intuitionismus in der Mathematik geht davon aus, dass die zu untersuchenden Gegenstände wie z.B. Zahlen erst im Prozess der Untersuchung konstruiert werden und daher keine fertigen Gegenstände sind, die entdeckt werden. Das hat unter anderem Auswirkungen auf die doppelte Negation und den Satz vom ausgeschlossenen Dritten.
B. Der Intuitionismus der Ethik nimmt an, dass moralische Prinzipien feststehen und unmittelbar (oder intuitiv) wissbar sind.
 
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I 69
Intuitionismus/Waismann: lässt nur Beweise gelten, die in endlich vielen Schritten konstruiert werden können(konstruktiv sind). Alle anderen "sinnlos.

Formalismus/Waismann: lässt auch nichtkonstruktive Beweise zu. Dieser Streit ist aber müßig, wenn es stimmt, dass das Wort Existenz von vornherein keine klar umrissene Bedeutung hat. Es erhält sie erst durch den Beweis. Und dann eben eine jeweils verschiedene.

Wa I
F. Waismann
Einführung in das mathematische Denken Darmstadt 1996

Wa II
F. Waismann
Logik, Sprache, Philosophie Stuttgart 1976

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Hg. Martin Schulz, Abfragedatum 23.05.2017