Philosophie Lexikon der Argumente

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Geschichte: Geschichte ist die von Menschen erfasste und dargestellte Menge vergangener Ereignisse. Mit der prinzipiellen Begrenztheit an Verarbeitungs- und Darstellungsressourcen hängt zusammen, dass Relevanz eine zentrale Rolle bei der Darstellung spielt. Geschichte unterscheidet sich auch darin von der Vergangenheit – die die Gesamtheit der früheren Ereignisse umfasst – dass sie immer wieder neu geschrieben wird, indem die Beziehungen zwischen Ereignissen und ihre Relevanz neu bewertet werden. Siehe auch Vergangenheit, Erinnerung, Zukunft, Gesellschaft, Fortschritt.

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Anmerkung: Die obigen Begriffscharakterisierungen verstehen sich weder als Definitionen noch als erschöpfende Problemdarstellungen. Sie sollen lediglich den Zugang zu den unten angefügten Quellen erleichtern. - Lexikon der Argumente.

 
Autor/Titel Begriff Zusammenfassung Metadaten

 
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I 7
Geschichte/Bubner These: Statt Kontinuität: Brüche sichtbar machen.
Philosophie/Geschichte/Bubner: These: man muss die anerzogene Methodenkompetenz zugunsten der Aufrufung und Ausweitung von Problembewusstsein zurückstellen.
I 9
"Strategische Verfremdung".
Mißverständnis möglicher Anpassung an das wissenschaftliche Methodenideal.
I 10
Feyerabend/Bubner: seit ihm (sowie Popper und Kuhn) gilt es nicht mehr als schlechthin legitim, den zu einem bestimmten Zeitpunkt erreichten Stand der Erkenntnis auf die Vergangenheit zurückzuprojizieren.
I 14
Geschichte/Philosophie/Interpretation/Bubner: Philosophiegeschichte geht anders vor als andere Geschichte. Weder will man nur wissen, was ein Autor jenseits aller Interpretation "wirklich" gemeint hat, noch unterstellt man ihm, was er aus heutiger Sicht "hätte sagen sollen".
Entwicklung/Geschichte/Aristoteles: bereits er hat ein Prinzip für die Entwicklung der Wahrheit durch historische Stadien des Irrtums.
Geschichte/Philosophie/Bubner: den Anfängen gebührt ein durch keine Reflexion mehr einholbares Übergewicht.
I 111
Geschichte/Bubner: man sollte vorhandene und abschätzbare Zeitabstände nicht künstlich vergrößern.


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Zeichenerklärung: Römische Ziffern geben die Quelle an, arabische Ziffern die Seitenzahl. Die entsprechenden Titel sind rechts unter Metadaten angegeben. ((s)…): Kommentar des Einsenders.

Bu I
R. Bubner
Antike Themen und ihre moderne Verwandlung Frankfurt 1992

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Hg. Martin Schulz, Abfragedatum 23.10.2017