Philosophie Lexikon der Argumente

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Schönheit: Dass etwas schön sei, drückt die positive Wertung einer Sinneserfahrung aus. Als schön empfunden werden z.B. Natur, Düfte, Klänge und menschliche Hervorbringungen. Dass im Bereich der Kunst Urteile darüber, was als schön anzusehen sei, stärkeren Schwankungen bzw. geschichtlichen Entwicklungen unterworfen sind als im Bereich der Naturwahrnehmung, muss nicht als Beweis für subjektive Beliebigkeit gewertet werden. Vielmehr wandeln sich Urteile mit zunehmendem Wissensbestand. Siehe auch Ästhetik, Kunst, Kunstwerke, Wahrnehmung, Urteile.

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Anmerkung: Die obigen Begriffscharakterisierungen verstehen sich weder als Definitionen noch als erschöpfende Problemdarstellungen. Sie sollen lediglich den Zugang zu den unten angefügten Quellen erleichtern. - Lexikon der Argumente.

 
Autor/Titel Begriff Zusammenfassung Metadaten

W.V.O. Quine über Schönheit – Lexikon der Argumente

XIII 17
Schönheit/Kunst/QuineVsKeats/Quine: Keats : (2. Gesetz der Ästhetik) : « Schönheit ist Wahrheit, Wahrheit Schönheit“.
QuineVsKeats: das ist falsch, Schönheit und Wahrheit sind entgegengesetzte Pole. (alethisch/ästhetisch)
Keats selbst beweist das mit seiner Ode.
alethisch: betrifft die Wissenschaft (harte und weiche) sowie die Geschichte.
ästhetisch/Ästhetik/Quine: betrifft die schönen Künste (belles lettres). Aber das ist eine Frage der Emphase, nicht der Grenzen.
Wissenschaftler suchen auch die Schönheit einer Theorie. Dennoch weiß er, wo er hingehört.
Wahrheit/Kunst/KU/Quine: bis zu welchem Grad verfolgt der Künstler Wahrheit?
XIII 18
Bsp Impressionismus: war dem wahren Sehen auf der Spur. Bsp Perspektive in früheren Epochen
Wahrheit/Literatur/Quine: einer Novelle Wahrheit zuzusprechen ist doppelzüngig. Hier geht es nicht um Wahrheit wie vielleicht in der Bsp experimentellen Malerei (Wahrnehmung) oder Bsp experimentellen Musik (ebenfalls Wahrnehmung) sondern um eine indirekte Kommunikation von Wahrheit.
Wahrheit/Literatur: ein besseres Beispiel für wirkliche Suche nach Wahrheit in der Kunst ist Bsp konkrete Poesie oder Bsp Finnegans Wake.
Kunst/U/Quine: hat aber noch andere Ziele als Wahrheit: soziales Engagement (social action). So kommt ein dritter Pol hinzu: der ethische. Das sind aber Pole im weiteren Sinn. Es kommt auch noch Rhetorik hinzu (>Rhetorik).


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Zeichenerklärung: Römische Ziffern geben die Quelle an, arabische Ziffern die Seitenzahl. Die entsprechenden Titel sind rechts unter Metadaten angegeben. ((s)…): Kommentar des Einsenders.
Der Hinweis [Autor1]Vs[Autor2] bzw. [Autor]Vs[Begriff] ist eine Hinzufügung des Lexikons der Argumente.

Quine I
W.V.O. Quine
Wort und Gegenstand Stuttgart 1980

Quine II
W.V.O. Quine
Theorien und Dinge Frankfurt 1985

Quine III
W.V.O. Quine
Grundzüge der Logik Frankfurt 1978

Quine V
W.V.O. Quine
Die Wurzeln der Referenz Frankfurt 1989

Quine VI
W.V.O. Quine
Unterwegs zur Wahrheit Paderborn 1995

Quine VII
W.V.O. Quine
From a logical point of view Cambridge, Mass. 1953

Quine VII (a)
W. V. A. Quine
On what there is
In
From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953

Quine VII (b)
W. V. A. Quine
Two dogmas of empiricism
In
From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953

Quine VII (c)
W. V. A. Quine
The problem of meaning in linguistics
In
From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953

Quine VII (d)
W. V. A. Quine
Identity, ostension and hypostasis
In
From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953

Quine VII (e)
W. V. A. Quine
New foundations for mathematical logic
In
From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953

Quine VII (f)
W. V. A. Quine
Logic and the reification of universals
In
From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953

Quine VII (g)
W. V. A. Quine
Notes on the theory of reference
In
From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953

Quine VII (h)
W. V. A. Quine
Reference and modality
In
From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953

Quine VII (i)
W. V. A. Quine
Meaning and existential inference
In
From a Logical Point of View, Cambridge, MA 1953

Quine VIII
W.V.O. Quine
Bezeichnung und Referenz
In
Zur Philosophie der idealen Sprache, J. Sinnreich (Hg) München 1982

Quine IX
W.V.O. Quine
Mengenlehre und ihre Logik Wiesbaden 1967

Quine X
W.V.O. Quine
Philosophie der Logik Bamberg 2005

Quine XII
W.V.O. Quine
Ontologische Relativität Frankfurt 2003

Quine XIII
Willard Van Orman Quine
Quiddities Cambridge/London 1987

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> Gegenargumente gegen Quine

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