Philosophie Lexikon der Argumente

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Identität: Zwei Gegenstände sind niemals identisch. Bei Identität handelt es sich um einen einzigen Gegenstand, auf den unter Umständen mit zwei verschiedenen Bezeichnungen referiert wird. Die Tatsache, dass mit zwei Beschreibungen ein einziger Gegenstand gemeint ist, wird möglicherweise erst im Laufe einer Untersuchung entdeckt.

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Anmerkung: Die obigen Begriffscharakterisierungen verstehen sich weder als Definitionen noch als erschöpfende Problemdarstellungen. Sie sollen lediglich den Zugang zu den unten angefügten Quellen erleichtern. - Lexikon der Argumente.

 
Autor/Titel Begriff Zusammenfassung Metadaten

 
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I 140
Identität/Bigelow/Pargetter: fassen wir hier als 2-stelliges Prädikat auf dazu müssen wir die Sprache nicht erweitern.
I 141
Axiome:
A19. (x)(x = x)
A20. (a u ~a (σ/λ) > σ ungl λ)
Alltagssprachliche Übersetzung: wenn etwas wahr ist von etwas und nicht wahr ist von etwas, dann können diese beiden Dinge nicht identisch sein.
I 141
Kontingente Identität/Bigelow/Pargetter: diese beiden Axiome haben eine überraschende Konsequenz: nämlich dass alle Identität notwendig ist. Es gibt dann keine kontingente Identität. Auch Nichtidentität ist dann notwendig. D.h. folgendes kann als Theoreme bewiesen werden:
NI. (x = y) > N(x = y)
NNI. (x ungl y) > N(x ungl y)
Semantische Regel: bewirkt dann, dass eine Identitätsaussage wahr in allen Möwe ist oder wahr in keiner.
Bewertungsregel/Identität/Bigelow/Pargetter: V(=) (c, c) = W
W: ist die Menge aller möglichen Welten.
Identitätsaussagen/Bigelow/Pargetter: sind dann entweder notwendig oder unmöglich.
Das ist überraschend und zeigt eine weitere Illustration des Zusammenspiels zwischen Semantik und Ontologie.
Ontologie/Bigelow/Pargetter: ist das, was uns von einer stromlinienförmigen und plausiblen Semantik nahegelegt wird.
Identität/Wissenschaft/Bigelow/Pargetter: in der Geschichte der Wissenschaft gab es oft Entdeckungen, die uns gezeigt haben, dass Dinge, die wir für verschieden gehalten hatten, identisch sind.
I 143
Nun solle man meinen, dass dies kontingente Identitäten sind.
kontingente Identität/Semantik/Bigelow/Pargetter: wenn ihnen kontingente Identität gefällt, müssten sie die Semantik ändern. Und das ist nicht schwer:
Def Verschiedenheit/neu: statt zu sagen, dass zwei Dinge verschieden sind, wenn etwas wahr von dem einen aber nicht wahr von dem andere ist, könnten wir sagen, dass etwas nichtmodales wahr ist vom einen, aber nicht vom anderen.
Das bringt einige neue Systeme hervor.
Interessant ist, dass einige dieser Systeme NNI verifizieren, während sie weiterhin NI falsifizieren.
Bsp es ist schwieriger zu erlauben, dass New York und Miami ein und dieselbe Stadt sind als zu erlauben, dass Miami zwei Städte sind.

notwendige Identität/BigelowVskontingente Identität/Bigelow/Pargetter: wir sollten die Semantik entscheiden lassen und sagen, dass es einfach keine kontingente Identität gibt.
kontingente Identität/Bigelow/Pargetter: anstatt die Semantik zu ändern, um sie doch zuzulassen sollten wir lieber erklären, warum es sie zu geben scheint: Bsp
Theorie der Kennzeichnungen/Russell/Bigelow/Pargetter: liefert ein Mittel, um kontingent mit notwendigen Identitäten zu versöhnen: Behauptungen der Form
Das F = das G
können als kontingent analysiert werden, indem man sagt, dass die Eigenschaften F und G kontingenterweise von einem einzigen Ding ko-instantiiert werden. Das ist immer noch mit notwendiger Selbstidentität vereinbar.
Bigelow/Pargetter: durch Kennzeichnungen sind die meisten kontingenten Identitäten wegerklärt werden.
I 144
Introvertierter Realismus/Bigelow/Pargetter: (s.o. Kapitel 1) der introvertierte Realismus, das zeigt sich hier, kann den extrovertierten verstärken, aus dem er entsprang.


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Zeichenerklärung: Römische Ziffern geben die Quelle an, arabische Ziffern die Seitenzahl. Die entsprechenden Titel sind rechts unter Metadaten angegeben. ((s)…): Kommentar des Einsenders.

Big I
J. Bigelow, R. Pargetter
Science and Necessity Cambridge 1990

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Hg. Martin Schulz, Abfragedatum 23.10.2017