Philosophie Lexikon der Argumente

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Kausalität: die Relation zwischen zwei (getrennten) Entitäten, wobei eine Zustandsveränderung der einen Entität bewirkt, dass der Zustand der anderen Entität sich ändert. Heutzutage wird angenommen, dass eine Energieübertragung entscheidend dafür ist, dass man von einem Kausalzusammenhang sprechen kann.
D. Hume leugnete als erster konsequent die Beobachtbarkeit von Ursache und Wirkung. (David Hume Eine Untersuchung über den menschlichen Verstand, Hamburg 1993, S. 95).
 
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I 264
Erklärung/Kausalität/Bigelow/Pargetter: Problem: wegen drohender Zirkularität können wir Kausalität dann nicht durch Gesetze oder kontrafaktische Konditionale oder Wahrscheinlichkeit erklären.
Kontrafaktisches Konditional/Erklärung/Bigelow/Pargetter: umgekehrt werden kontrafaktische Konditionale analysiert in Begriffen von Kausalität. Ebenso Notwendigkeit.
Verursachung/Bigelow/Pargetter: Muss unanalysierter Grundbegriff sein. Sie ist ein strukturelles Universale. Fundamentale Kräfte spielen eine Hauptrolle.
Kräfte/Bigelow/Pargetter: sind Vektoren.
I 265
Kausalität/Verursachung/Erklärung/Bigelow/Pargetter: zunächst widerlegen wir einige gängige Theorien.
Verursachung/Tradition/Bigelow/Pargetter: wird oft als eine Art „notwendige Verbindung“ angesehen. Normalerweise wird das so ausgedrückt, dass entweder die Ursache notwendig für die Wirkung ist oder die Wirkung eine notwendige Folge der Ursache. Dann ist die Ursache entweder eine notwendige oder eine hinreichende Bedingung oder beides.
schwächer: einige Autoren: es sei nur unwahrscheinlich, eine Ursache ohne Wirkung (oder umgekehrt) zu finden. (probabilistische Theorien der Verursachung, Lewis 1979, Tooley 1987).
„Notwendigkeits-Theorien“/Bigelow/Pargetter: sollten erklären, auf was für einer Art von Notwendigkeit sie beruhen.
Ursache/Wirkung/BigelowVsTradition/BigelowVsLewis/Bigelow/Pargetter: These eine Ursache muss weder eine hinreichende noch eine notwendige Ursache für eine Wirkung sein, die Wirkung hätte ohne eintreten können oder durch eine andere Ursache, oder ohne Ursache überhaupt! Man kann auch nicht immer eine hohe Wahrscheinlichkeit annehmen! Eine Ursache muss nicht immer die Wahrscheinlichkeit eines Ereignisses erhöhen!
I 266
Hume/Bigelow/Pargetter: das haben wir von ihm gelernt. (HumeVsLewis).
Kausalität/Hume/Bigelow/Pargetter: seine Auffassung von ihr hat einen theologischen Hintergrund, (von Descartes und Malebranche her): These: es konnte nicht sein, dass Gott durch irgendwelche Beschränkungen gefesselt wäre.
Daher konnte es nicht sein, dass Gott gezwungen sein würde, der Wirkung zu erlauben, zu folgen. Immer müsste es aus Gottes freier Wahl entstehen und damit jedes Mal ein Wunder sein.
Hume/Bigelow/Pargetter. seine Theorie eliminiert daraus einfach Gott. Hume bittet uns einfach uns vorzustellen, dass die Wirkung es unterlassen könnte, aus der Ursache zu folgen.
Bigelow/Pargetter: damit hat er Recht! Es ist nicht nur logisch möglich, sondern auch empirisch möglich!
Vorstellung/Hume/Bigelow/Pargetter: ist für Hume der Führer zur Möglichkeit. Damit schwenkt er von einem theologischen zu einem psychologischen Argument.
Ursache/Bigelow/Pargetter: Ursachen sind keine hinreichenden Bedingungen. Sie sind auch nicht immer notwendig!
I 267
Lösung/Hume/Bigelow/Pargetter: innere Erwartungen von Regularitäten.
Ursache/Hume/Bigelow/Pargetter: nach Hume darf „hinreichend“ nicht modal aufgefasst werden. D.h. dass „hinreichend“ nicht realistisch aufgefasst werden darf.
BigelowVsHume: ging zu weit in seiner Zurückweisung von Notwendigkeit in Gesetzen. Aber nicht weit genug in seiner Zurückweisung des Notwendigkeits-Ansatzes der Kausalität.

Big I
J. Bigelow, R. Pargetter
Science and Necessity Cambridge 1990

> Gegenargumente gegen Bigelow
> Gegenargumente zu Kausalität



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Hg. Martin Schulz, Abfragedatum 23.05.2017