Philosophie Lexikon der Argumente

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Determinates/Determinables: Determinables sind Ausdrücke für etwas, das aufgrund des Sprachgebrauchs weitere Spezifikationen erlaubt. Bsp Form, Farbe usw. sind Determinables die durch Determinates wie „länglich“ „hellgrün“ usw. näher bestimmt werden. Der Begriff wurde von W.E. Johnson (Johnson, W.E., 1921, Logic (Part 1), Cambridge) eingeführt. Siehe auch Spezifikation, Bestimmtheit, Individuation, Identifikation, Ontologie.

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Anmerkung: Die obigen Begriffscharakterisierungen verstehen sich weder als Definitionen noch als erschöpfende Problemdarstellungen. Sie sollen lediglich den Zugang zu den unten angefügten Quellen erleichtern. - Lexikon der Argumente.

 
Autor/Titel Begriff Zusammenfassung Metadaten

 
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I 51
Def Determinable/Bigelow/Pargetter: das was die Gegenstände gemeinsam haben, was aber verschieden stark an ihnen ausgeprägt ist. Bsp Masse.
Def Determinate/Bigelow/Pargetter: ist die besondere Eigenschaft, die die Gegenstände (gleichzeitig) unterscheidet. Bsp eine Masse von 2,0 kg.
Beide zusammen zeigen, was gemeinsam ist und was verschieden. (>Problem der Quantitäten, Teilhabe/Platon).
Quantitäten/Bigelow/Pargetter: Problem: der Ansatz ist immer noch unvollständig:
I 52
entweder die Relation zwischen Determinates und Determinables ist objektiv oder sie ist nicht objektiv.
a) objektiv: wenn sie objektiv ist, brauchen wir eine Erklärung, worin sie besteht.
b) nicht objektiv: dann ist es willkürlich zu behaupten, dass Gegenstände, die verschiedene D-ates haben, unter dasselbe D-able fallen.
W.E. Johnson: unser Ansatz basiert auf einem von Johnson: bei ihm sind beide, D-able und auch D-ates Eigenschaften von Individuen.
Bigelow/Pargetter: Variante: wir können mit einer besonderen Eigenschaft für jedes Individuum anfangen (D-ate, Bsp Farbschattierung). Danach stellen wir das Gemeinsame fest: Farbe., diese Gemeinsamkeit ist eine Eigenschaft 2. Stufe
Def Eigenschaft 2. Grades/Bigelow/Pargetter: Bsp das Gemeinsame aller Schattierungen einer Farbe.
I 53
Hierarchie: kann man dann nach oben fortsetzen. Bsp überhaupt eine Farbe haben, ist eine Stufe höher.
Stufe/Grad:
Bsp Schmerz: ist das Haben einer Eigenschaft 2. Stufe.
funktionale Rolle/Bigelow/Pargetter: ist ein Gemeinsames, also gibt es eine Eigenschaft 2. Stufe, eine bestimmte funktionale Rolle zu haben.
Hierarchie: steht dann aus drei Mengen von Eigenschaften.
1. Eigenschaft 1. Stufe von Individuen. Auf ihnen supervenieren alle anderen Eigenschaften
2. Eigenschaften von Eigenschaften 1. Stufe: = Eigenschaften 2. Grades (Gemeinsamkeit von Eigenschaften)
3. Eigenschaften 2. Stufe von Individuen: = die Eigenschaft, die und die Eigenschaft 1. Stufe zu haben, die die und die Eigenschaft 2 Grades hat.

Problem der Quantitäten/Lösung/Bigelow/Pargetter:
1. Objekte mit verschiedenen D-ates sind verschieden, weil jedes eine Eigenschaft 1. Stufe hat, die ein anderes Ding nicht hat
2. sie sind dasselbe, weil sie dieselbe Eigenschaft 2. Stufe haben.
Determinables/Determinates/Johnson: stehen in engen logischen Relationen: eine D-ate zu haben impliziert (entails) die entsprechende D-able zu haben.
I 54
Aber nicht umgekehrt! Eine D-able zu haben verlangt nicht den Besitz einer bestimmten D-ate! Wohl aber irgendeiner D-ate aus dem Bereich.
BigelowVsJohnson: dieser konnte die Asymmetrie aber nicht erklären.
Lösung/Bigelow/Pargetter: Eigenschaften 2.Stufe.
Problem: unsere Theorie ist immer noch unvollständig!
Problem: zu erklären, warum Quantitäten graduell sind. Dabei geht es jetzt nicht darum, dass Gegenstände gleichzeitig gleich und verschieden sind.
neu: das Problem. dass wir außerdem noch genau sagen können, Bsp wie sehr sie sich unterscheiden. Oder Bsp dass zwei Massen sich ähnlicher sind, als zwei andere.
Platon: das löst Platon mit der Teilhabe.
Bigelow/Pargetter: wir versuchen eine andere Lösung: > Relationale Theorien.


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Zeichenerklärung: Römische Ziffern geben die Quelle an, arabische Ziffern die Seitenzahl. Die entsprechenden Titel sind rechts unter Metadaten angegeben. ((s)…): Kommentar des Einsenders.

Big I
J. Bigelow, R. Pargetter
Science and Necessity Cambridge 1990

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> Gegenargumente gegen Bigelow

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Hg. Martin Schulz, Abfragedatum 17.12.2017