Philosophie Lexikon der Argumente

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Inhalt: das an einer Aussage, was durch eine andere Aussage wiedergegeben werden kann, die in einer Hinsicht von der ursprünglichen Aussage abweicht, z.B. andere Ausdrücke mit derselben Referenz verwendet. Das, worin die zweite Aussage abweicht gehört dann zum Vokabular, zur Syntax oder Grammatik, das Übereinstimmende kann als Inhalt bezeichnet werden.

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Anmerkung: Die obigen Begriffscharakterisierungen verstehen sich weder als Definitionen noch als erschöpfende Problemdarstellungen. Sie sollen lediglich den Zugang zu den unten angefügten Quellen erleichtern. - Lexikon der Argumente.

 
Autor/Titel Begriff Zusammenfassung Metadaten

 
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I XIII
Def Gedankeninhalt/Boer: kann verschiedenen Denkzuständen gemeinsam sein.
Proposition/Boer: nenne ich die GI nicht, weil dieser Ausdruck zu viel Ballast mit sich bringt.
Anmerkung I XVIII
Intensionale transitive Verben: drei Bedingungen, die jede für sich hinreichend ist:
(i) Fehlschlagen des Prinzips der Substitutivität der Identität
(ii) Quantifikation lässt eine spezielle „enge Reichweite“ zu
(iii) es gibt keine existentielle (ontologische) Verpflichtung.

I XIV
Direkte Objekte/direktes Objekt/propositionale Einstellungen/Boer: es ist umstritten, ob die Relation zu direkten Gedankenobjekten als propositionale Einstellungen analysierbar ist. Bsp Suchen: hier ist das sicher der Fall, Bsp verehren“: scheint dieser Analyse zu widersprechen.

Erfüllungsbedingungen/EB/propositionale Einstellungen/Individuation/Boer: Pointe: die EB scheinen nicht hinreichend zu sein um eine propositionale Einstellung zu individuieren.
Dagegen:
Gedankeninhalt/GI: scheint hinreichend zu sein für die Individuation einer propositionalen Einstellung.
Wahrheitsbedingungen: (und damit auch die Erfüllungsbedingungen) können dieselben sein für zwei Überzeugungen, während das Subjekt sich nicht im Klaren darüber ist, dass es sich um dasselbe Objekt handelt Bsp woodchucks/groundhogs.

Propositionale Einstellungen/Individuation/Lewis: (1969): die bloße Existenz einer diesbezüglichen Konvention setzt voraus, dass die Sprecher aus einer Gemeinschaft gewisse propositionale Einstellungen mit bestimmten EB haben.

Abstrakte Objekte/propositionale Einstellungen/Boer: um zu glauben, dass Geduld eine Tugend ist, muss man an Geduld denken.
Def mentale Referenz/Terminologie/Boer: Denken an: sei ein mentales Analogon zu Sprecherreferenz.
Sprecherreferenz/einige Autoren: These: besteht niemals in Isolation, sondern ist nur Teilaspekt eines Sprechakts (Äußerung).
I XV
mentale Referenz: sollte dann auch nur ein Teilaspekt des Etwas-Denkens sein. Dazu kommt wahrscheinlich noch Prädikation.
Def mentale Referenz/Boer: in einem Gedankenzustand sein mit einem Gedankeninhalt, der eine Erfüllungsbedingung festlegt, von dem das Objekt eine Konstituente ist.
Problem: nichtexistente Objekte.
I XV
Gedankeninhalt/GI/Boer: muss sorgsam von jeglichen Objekten, den er beinhalten könnte, unterschieden werden.
Def Gedankenobjekt/Objekt/GO/Boer: „Objekt der propositionale Einstellungen ψ“ ist eindeutig nur das oder die Gegenstände (items) auf die ein Subjekt kraft des Habens von ψ referiert. (s) Also nicht die propositionale Einstellungen selbst!
Individuation/Identifikation/Boer: sollte durch einen Dass-Satz identifiziert werden (in einer kanonischen Zuschreibung von ψ).
Dass-Satz/Boer: ist der Inhalt (Gedankeninhalt).
Inhalt/Gedankeninhalt/Boer: ist der Dass-Satz.
Denken-über/Boer: worüber man etwas denkt, ist das Objekt selbst.


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Zeichenerklärung: Römische Ziffern geben die Quelle an, arabische Ziffern die Seitenzahl. Die entsprechenden Titel sind rechts unter Metadaten angegeben. ((s)…): Kommentar des Einsenders.

Boer I
Steven E. Boer
Thought-Contents: On the Ontology of Belief and the Semantics of Belief Attribution (Philosophical Studies Series) New York 2010

Boer II
Steven E. Boer
Knowing Who Cambridge 1986

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Hg. Martin Schulz, Abfragedatum 24.10.2017