Philosophie Lexikon der Argumente

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Gould I 53
Selektion/Darwin schlug zwei Arten sexueller Selektion vor. a) Konkurrenz unter männlichen Artgenossen um Zugang zu Weibchen, und b) eine Auswahl, die von den Weibchen selbst vorgenommen wird.
Gould I 54
WallaceVsSexuelle Selektion: sie legt insgesamt zu viel Wert auf das "Wollen" von Tieren., sie legte auf Merkmale Wert, die für eine gut funktionierende Maschine eher hinderlich sind.
GouldVsWallace, der eine übertriebene Vorstellung von der Wirksamkeit der Selektion hatte, machte aber abrupt vor dem Gehirn halt. Er argumentierte. unsere Sittlichkeit und unser Intellekt können nicht Produkt der nat. Selektion sein. Da sie aber der einzige Weg zur Ausbildung von Formen ist, muss ein göttliches Wesen eingegriffen haben.
Man nennt heute absurderweise "Neo Darwinismus" eine Geisteshaltung, die dem rigiden Selektionismus von Wallace viel näher steht als Darwin.
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Gould IV 266
Natürliche Selektion/Darwin: räumte ein, dass zwei Autoren vor ihm die natürliche Selektion entdeckt hatten:
Patrick Matthew, schottischer Naturforscher und Obstzüchter,1831.
Williams Charles Wells, berühmter Arzt, Mitglied der Akademie der Wissenschaften.
IV 269
William Charles Wells: klärte einen Irrtum bezüglich einer Krankheit mit großen schwarzen Flecken auf der Haut Weißer. Sie sind Schwarzen keineswegs genealogisch noch sonst besonders ähnlich.
IV 270
Schwarze Haut: hat in heißen Klimaten eine Vorteil. Dies ist die traditionelle darwinistische Argumentation!
Tatsächlich geht es um die Verknüpfung mit anderen Merkmalen, z.B. Besserer Schutz gegen Tropenkrankheiten zufällig gepaart mit dunklerer Haut.
IV 271
Wells: Erkannte, dass Tiere nicht als Amalgam voneinander unabhängiger Teile aufgefasst werden können. Das war damals neu.
IV 272
Selektion/Tradition, alte Sicht: Kampf der Individuen innerhalb einer Population.
Selektion, neu: Wells bevorzugte Varianten können sich nicht in stabilen Populationen mit einer großen Anzahl von Individuen behaupten!
Vererbung/Mendel: (Mendels Ergebnisse konnte Wells noch nicht kennen):: Mendel: bevorzugte Merkmale entstehen häufig durch Mutation, und diese Eigenschaften können durch Kreuzung mit normalen Individuen nicht verdünnt werden.
Die Mutation mag (wenn sie rezessiv ist) in der nächsten Generation nicht phänotypisch ausgeprägt sein, aber sie verschwindet auch nicht.
Selektion, neu: Heute schenkt man der Gruppenselektion wieder erhöhte Aufmerksamkeit.
IV 273
Variation: jeder wusste zu Wells Zeit, dass Organismen variieren. Erfahrungen aus der Hundezucht lassen sich aber nicht auf die Entwicklung vom Fisch zum Menschen übertragen.


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Zeichenerklärung: Römische Ziffern geben die Quelle an, arabische Ziffern die Seitenzahl. Die entsprechenden Titel sind rechts unter Metadaten angegeben. ((s)…): Kommentar des Einsenders.

Gd I
Stephen Jay Gould
Der Daumen des Panda Frankfurt 2009

Gd II
Stephen Jay Gould
Wie das Zebra zu seinen Streifen kommt Frankfurt 1991

Gd III
Stephen Jay Gould
Illusion Fortschritt Frankfurt 2004

Gd IV
Stephen Jay Gould
Das Lächeln des Flamingos Basel 1989

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Hg. Martin Schulz, Abfragedatum 22.05.2018