Philosophie Lexikon der Argumente

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Vitalismus: Vertreter des Vitalismus nahmen an, dass Leben als eine Art Prinzip zur unbelebten Materie hinzukäme, das diese von unorganischer zu organischer Materie verwandelt. Ein Lebensprinzip hatte schon Aristoteles mit seinem Begriff der entelecheia angenommen, die ihr Ziel in sich selbst hat.

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Anmerkung: Die obigen Begriffscharakterisierungen verstehen sich weder als Definitionen noch als erschöpfende Problemdarstellungen. Sie sollen lediglich den Zugang zu den unten angefügten Quellen erleichtern. - Lexikon der Argumente.

 
Autor/Titel Begriff Exzerpt Metadaten

 
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I 108
Vitalismus/Bewusstsein/VsChalmers: könnte ein Vitalist nicht argumentieren,
I 109
Leben käme ebenso als „zusätzliche Tatsache“ zu einem physikalisch beschriebenen Körper hinzu wie Bewusstsein und wäre also genauso wenig aus den physikalischen Tatsachen erklärbar?
ChalmersVsVs: der Vitalismus stammt aus dem Zweifel, physikalische Mechanismen könnten all jene komplexen Funktionen bewältigen, die mit Leben in Zusammenhang gebracht werden. Aber konfrontiert mit allem unserem heutigen Wissen würde der Vitalist zugeben, dass Leben erklärt wurde. Es gibt nicht mal einen begrifflich Raum für all diese Funktionen ohne die Annahme von Leben.
Alles worauf sich der Vitalist am Ende zurückziehen könnte, wäre, dass die funktionale Erklärung nicht das „Wissen, wie es ist, lebendig zu sein“ erklärt.


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Zeichenerklärung: Römische Ziffern geben die Quelle an, arabische Ziffern die Seitenzahl. Die entsprechenden Titel sind rechts unter Metadaten angegeben. ((s)…): Kommentar des Einsenders.

Cha I
D.Chalmers
The Conscious Mind Oxford New York 1996

Cha II
D. Chalmers
Constructing the World Oxford 2014

> Gegenargumente gegen Chalmers
> Gegenargumente zu Vitalismus



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Hg. Martin Schulz, Abfragedatum 17.08.2017