Philosophie Lexikon der Argumente

Suche  
 
Geist, Philosophie: Unter Geist wird in der philosophischen Tradition die Tätigkeit des Denkens verstanden, bzw. das was das den Menschen zum Denken befähigt. Der Geist wird dem Körper gegenübergestellt. Dieser traditionelle Geistbegriff wird im Englischen meist als spirit übersetzt, Heute wird der Geist mit der Menge der kognitiven Fähigkeiten gleichgesetzt (Englisch mind). Siehe auch Bewusstsein, Leib-Seele-Problem, Geist/Gehirn, Kognition, Computation.

_____________
Anmerkung: Die obigen Begriffscharakterisierungen verstehen sich weder als Definitionen noch als erschöpfende Problemdarstellungen. Sie sollen lediglich den Zugang zu den unten angefügten Quellen erleichtern. - Lexikon der Argumente.

 
Autor/Titel Begriff Exzerpt Metadaten

 
Bücher bei Amazon
Adorno XIII 62
Subjektivität/Idealismus/Geist/Hegel/Adorno: …man ist dann gezwungen, die Subjektivität zu erweitern über das individuelle Bewusstsein hinaus. Bei Hegel heißt das gar die Idee, (…) das ist nun gar nichts anderes als jenes Prinzip des Geistes, das von den einzelnen Menschen und ihrem Inbegriff unabhängig sein soll und das selber, und zwar motivierterweise, das Absolute sein soll, das alles Bedinge erst konstituiert.
XIII 63
Dabei ist stillschweigend die Voraussetzung eingegangen, dass dieses Bewusstsein in den verschiedenen Individuen gleicher Art und gleicher Logizität sei.
Wir/Idealismus/Adorno: dieses Wir ist eigentlich selber nur der Inbegriff der empirischen Subjekte, es kann nicht ein konstitutives, transzendentales Subjekt sein.
Adorno XIII 128
Geist/Hegel/Adorno: Wenn bei Hegel die Wahrheit das Ganze sein soll, so als Prozess, dass die Wahrheit sich verwirklicht.
XIII 129
Das ist der neue Begriff des Geistes im prägnanten Sinn, das heißt, Geist ist der Inbegriff der Welt oder der Inbegriff der Realität, soweit sie durch die spezifische geistige Erfahrung des Einzelmenschen hindurchgegangen sind.
HegelVsKant/Adorno: diese Erkenntnis bestimmt die Gegenstände als Dinge an sich und nicht als bloße Phänomena.


_____________
Zeichenerklärung: Römische Ziffern geben die Quelle an, arabische Ziffern die Seitenzahl. Die entsprechenden Titel sind rechts unter Metadaten angegeben. ((s)…): Kommentar des Einsenders.

A I
Th. W. Adorno/M.Horkheimer
Dialektik der Aufklärung Frankfurt 1978

A II
Theodor W. Adorno
Negative Dialektik Frankfurt/M. 2000

A III
Theodor W. Adorno
Ästhetische Theorie Frankfurt/M. 1973

A IV
Theodor W. Adorno
Minima Moralia Frankfurt/M. 2003

A IX
Theodor W. Adorno
Gesammelte Schriften in 20 Bänden: Band 8: Soziologische Schriften I Frankfurt/M. 2003

A V
Theodor W. Adorno
Philosophie der neuen Musik Frankfurt/M. 1995

A VI
Theodor W. Adorno
Gesammelte Schriften, Band 5: Zur Metakritik der Erkenntnistheorie. Drei Studien zu Hegel Frankfurt/M. 1071

A VII
Theodor W. Adorno
Noten zur Literatur (I–IV) Frankfurt/M. 2002

A VIII
Theodor W. Adorno
Gesammelte Schriften in 20 Bänden: Band 2: Kierkegaard. Konstruktion des Ästhetischen Frankfurt/M. 2003

A XI
Theodor W. Adorno
Über Walter Benjamin Frankfurt/M. 1990

A XII
Theodor W. Adorno
Philosophische Terminologie Bd. 1 Frankfurt/M. 1973

A XIII
Theodor W. Adorno
Philosophische Terminologie Bd. 2 Frankfurt/M. 1974

> Gegenargumente gegen Hegel



> Eigenen Beitrag vorschlagen | > Haben Sie einen Fehler entdeckt? | > Export als BibTeX Datei
 
Hg. Martin Schulz, Abfragedatum 23.08.2017