Philosophie Lexikon der Argumente

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Täuschung, Philosophie: Eine Vorstellung, die von dem abweicht, was durch die Weise der Verursachung dieser Vorstellung zu erwarten gewesen wäre, wenn man die Erwartung oder Erwartbarkeit aus bisheriger Erfahrung oder die geteilten Erfahrungen und Erwartungen einer Gemeinschaft von Subjekten zugrunde legt. Siehe auch Irrtum, Kausaltheorie des Wissens, Verlässlichkeitstheorie, Wissen, Gewissheit, Objektivität, Intersubjektivität.

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Anmerkung: Die obigen Begriffscharakterisierungen verstehen sich weder als Definitionen noch als erschöpfende Problemdarstellungen. Sie sollen lediglich den Zugang zu den unten angefügten Quellen erleichtern. - Lexikon der Argumente.
 
Autor/Titel Begriff Exzerpt Metadaten

 
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I 30
Wasserfalltäuschung/Täuschung/Illusion: Bsp hier bleiben Objekte stehen, doch wir sehen sie noch immer in Bewegung. Es gibt auch die umgekehrte Täuschung.
I 37
Täuschung/Illusion/Frith: Bsp jemand, der taub ist, kann von der Illusion geweckt werden, laute Musik zu hören.
I 39
Falsches Wissen/Frith: Bsp Epilepsie: kann zu falschem Wissen führen > Aura.
I 40
Aura: lässt den Betroffenen Stimmen und Laute hören. Auch Bsp Erlebnisse aus der Vergangenheit.
I 41
Kann zu falschem Wissen führen.
I 47
Schizophrenie/Frith: typisches Merkmal: Bsp die Leute glauben fest, sie hätten Erlebnisse gehabt, die sie aber nicht hatten.
I 49
Illusion/Schizophrenie/Frith: die Leute hören Stimmen, die ihnen Befehle erteilen und Handlungen kommentieren. Das Gehirn kann also eine falsche mentale Welt erschaffen. Es geht nicht um die physische Welt.
These: auch das völlig normal funktionierende Gehirn kann uns etwas falsches erzählen.
I 51
Gehirn/Welt/Realität/Wahrnehmung/Frith: These: selbst wenn unser Gehirn normal funktioniert, haben wir keinen direkten Zugang zur Welt.
I 83
Bewegung/Wahrnehmung/Täuschung/Illusion/Frith: Bsp die Hand soll eine gerade Linie zeichnen, die auf dem Computerbildschirm erscheint- Die Hand selbst ist aber nicht sichtbar. Der Computer kann selbst Verzerrungen herbeiführen.
Pointe: man weiß nicht, was die Hand gerade tut. Die Grenze ist außerhalb des Körpers und endet am Zeiger, den ich über den Bildschirm bewege.
Bsp Personen sehen eine Hand im Spiegel ohne zu wissen, dass es die Hand eines Helfers ist.
I 85
Bewusste Handlung: das Sich-bewusst-Werden: hier liegt die Grenze innerhalb des Körpers und endet an dem Punkt, wo ich die Absicht habe, eine senkrechte Linie zu zeichnen.
I 89
Täuschung/optische/Illusion: Bsp ein Ziel in einem Rahmen wird kurz gezeigt, dann nochmals, wobei das Ziel geblieben ist, der Rahmen aber etwas gewandert ist.
Die Person glaubt, dass das Ziel, aber nicht der Rahmen gewandert ist.
Pointe: nur die Sehrinde kommt zu dem Schluss, dass der Rahmen geblieben ist, wenn die Person zeigen soll, wo sie das Ziel vermutet, zeigt sie die korrekte Stelle. Die Zeigebewegung wird von der Bewegung des Rahmens nicht beeinflusst.
Wissen: die Hand „weiß“, dass sich das Ziel nicht bewegt hat.
I 90/91
Gehirn/Frith: sagt uns nicht, wenn sich unser Körper anders bewegt, als wir beabsichtig haben. (Bei normalen Menschen).
I 209
Def Schizophrenie/Frith: ist keine Persönlichkeitsspaltung, sondern die Spaltung verläuft zwischen den Teilen einer Persönlichkeit. Zwischen Emotion und Wissen.
I 210
Diagnose: es gibt keine körperlichen Anzeichen für Schizophrenie. Die Diagnose beruht auf dem, was der Patient dem Arzt erzählt. Der Kranke glaubt, seine Handlung würden von fremden Möchten gesteuert. Er halluziniert über fremde Mächte.
I 211
Irrtumsimmunität/Immunität/Irrtum Fehlidentifikation/Frith: scheint im Fall der Schizophrenie nicht zu bestehen.
Gedanken/Denken/Frith: das führt zu der Frage, woher wir wissen, woher unsere Gedanken kommen und dass sie unsere eigenen Gedanken sind.
I 235
Täuschung/Frith: Autisten sind meist nicht in der Lage, jemanden zu täuschen.
Freundschaft/Gesellschaft/Gemeinschaft: das ist der Grund dafür, dass Autisten oft allein sind.
I 236
Die Fähigkeit zur Täuschung ist eine wichtige Voraussetzung Freundschaften aufrechtzuerhalten.


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Zeichenerklärung: Römische Ziffern geben die Quelle an, arabische Ziffern die Seitenzahl. Die entsprechenden Titel sind rechts unter Metadaten angegeben. ((s)…): Kommentar des Einsenders.

Frith I
Chris Frith
Wie unser Gehirn die Welt erschafft Heidelberg 2013

> Gegenargumente gegen Frith



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Hg. Martin Schulz, Abfragedatum 24.06.2017